Bierbrauer Krombacher punktet mit Limonade

Seite 2 von 2:
Fassbrause ist der neue Trend

Auch Krombacher setzt stark auf ein zweites Standbein. Seit 2006 gehören Schweppes, Orangina und Dr. Pepper zur Gruppe. Die alkoholfreien und alkoholreduzierten Getränke machen mittlerweile ein Fünftel des Umsatzes aus – Tendenz steigend. Geschäftsführer Riehs sagt: „Dadurch kompensieren wir unsere leichten Verluste bei Pils.“ Auch 2011 wurde die Hausmarke schwächer nachgefragt. 4,422 Millionen Hektoliter bedeuteten ein Minus von 1,6 Prozent (73.000 Hektoliter). Seinen Platz als Pils-Marktführer konnte Krombacher mit einem Marktanteil von 9,5 Prozent jedoch behaupten und verwies die Wettbewerber Bitburger (7,1 Prozent), Hasseröder (6,8 Prozent), Radeberger (4,8 Prozent) und Warsteiner (4,7 Prozent) auf die Plätze. Im Gastronomiebereich, wo das Pils frisch aus dem Zapfhahn kommt, konnte Krombacher trotz leichter Verluste zum Platzhirsch Bitburger aufschließen.

Vor allem bei den alkoholfreien und alkoholreduzierten Getränken wächst Krombacher stark: beim alkoholfreien Pils (plus 30.000 Hektoliter) und Orangina (plus 8500 Hektoliter) jeweils um fast 12 Prozent, beim Cola-Getränk Dr. Pepper sogar um 80 Prozent – von 1500 auf 2700 Hektoliter.

Ein hartes Jahr erwartet Geschäftsführer Riehs auch für 2012: „Es ist ein Wettbewerb der Verdrängung.“ Riehs kritisierte die zahlreichen Rabattangebote des Getränkehandels als „Wertevernichtung“. Noch 2008 habe der durchschnittliche Bierkastenpreis bei Promotion-Aktivitäten bei 11 Euro gelegen. 2011 seien es nur noch durchschnittlich zehn Euro gewesen. Riehs nannte diese Entwicklung ein „Aktionsfegefeuer“, dass den traditionellen Biermarken eher schade als nutze. Gleichwohl musste er einräumen, dass die Preishoheit beim Handel liegt, „direkt gegensteuern können wir nicht“.

Wie auch die Wettbewerber setzt Krombacher auf einen heißen Fußball-Sommer. „Wir hoffen natürlich auf viel Durst während der Euro in Polen und der Ukraine“, sagte Riehs. Die Sponsoring-Aktivitäten im Profifußball setzt Krombacher fort, ebenso seine Werbekampagne für Weizenbier mit Mehmet Scholl. An höhere Bierpreise denkt man in Reihen des Premium-Brauers trotz gestiegener Rohstoffpreise und Energiekosten noch nicht, dafür aber an neue Produkte. Fassbrause, der neue Trend der Branche, könnte gut ins Portfolio der Siegerländer passen.

Und auch der Exportanteil, derzeit bei 149.000 Hektolitern, soll steigen. Seit vergangenem Jahr hat Krombacher eine Niederlassung in Dallas (Texas). „Die Amerikaner schätzen deutsches Bier und wir wollen ein Stück vom US-Markt“, erläuterte Technik-Geschäftsführer Helmut Schaller. Produziert werden soll jedoch weiterhin ausschließlich in Krombach. Man sei schließlich der Tradition verpflichtet.

 

 

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Bierbrauer - Limonade beschert Krombacher neuen Rekord

0 Kommentare zu "Bierbrauer: Limonade beschert Krombacher neuen Rekord"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%