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Bietergefecht auf der Zielgeraden Siemens verbessert Alstom-Angebot

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Alstom: Siemens-Plan „zu kompliziert“

Siemens will Jobs bei Alstom schaffen

An dem Geschäftsfeld ist Siemens-Chef Joe Kaeser seit längerem interessiert, doch Kron zeigte ihm schon im Februar die kalte Schulter. Kein Interesse an einer Zusammenarbeit, bürstete der Franzose seinen Amtskollegen bei dessen Antrittsbesuch ab. Wenig später nahm Kron die Gespräche mit GE auf. Kron sagte laut Exane BNP nun weiter, der Verwaltungsrat werde beide Gebote auf ihre Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und auf Risiken prüfen und die Ansichten der Aktionäre dabei berücksichtigen.

Mit wem es Alstom-Chef Patrick Kron lieber hätte, hat er am Donnerstag noch einmal betont. Aus seiner Ablehnung des Siemens-Angebots macht er zumindest keinen Hehl: „Sie wollen unser Gasgeschäft, und wir sollen ihr Transportgeschäft übernehmen – nun ja, sie dürfen träumen“, sagte Kron auf einer Investorenkonferenz, wie die Analysten der französischen Bank Exane BNP Paribas in einem Marktkommentar schreiben. „Am Ende des Tages, auch wenn es gelegentlich anders aussieht, werden die Aktionäre entscheiden“, sagte der Firmenchef weiter in Anspielung auf die Versuche der französischen Politik, die Übernahme zu beeinflussen, um Arbeitsplätze zu retten. Eine Alstom-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern.

Zudem hat Alstom den Siemens-Plan in einer ersten Bewertung als zu kompliziert eingestuft, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. So betrachte der Konzern etwa die von Siemens vorgeschlagene Auftrennung des Gas- und Dampfturbinengeschäfts als nicht praktikabel. Der Plan sei „in seiner Struktur hochkomplex”, was aus betrieblicher Sicht vermutlich noch sehr viel deutlicher zum Tragen kommen würde, schrieb der New Yorker Analyst Nicholas Heymann von William Blair & Co. in einer Studie am 17. Juni. „Die Aufspaltung in Gas- und Dampfturbinen ist möglicherweise nicht durchführbar.”

Fraglich ist die Rolle des französischen Staates: Laut Medienberichten will dieser wiederum seinen Einfluss bei Alstom nach einer Fusion ausbauen. Die Staatsbank BPI steht offenbar bereit, sich am künftigen Konzern zu beteiligen. Das gelte unabhängig davon, welcher der beiden Bieter den Zuschlag für Alstom bekomme, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Sollte Alstom mit GE eine Verbindung eingehen, würde sich die Staatsbank an der übrig bleibenden Transportsparte beteiligen, sagte der Insider weiter. Falls Alstom mit Siemens und Mitsubishi einig werde, strebe BPI einen Anteil an Alstom als Ganzem an.

  • th
  • rtr
  • dpa
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1 Kommentar zu "Bietergefecht auf der Zielgeraden: Siemens verbessert Alstom-Angebot"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mensch Siemens-Chef Joe Kaeser überlege es Dir noch einmal. Du stößt jetzt schon auf erhebliche Widerstände in Paris. Laß´ sich doch GE die Finger an diesem "heißen" Unternehmen Alstom verbrennen und setzt Euer Geld sinnvoller ein.

    Das Ganze wird obendrein noch von der Politik "begleitet", obwohl diese geistigen Tiefflieger wie Hollande & Co. nun von Wirtschaft so gut wie keinen blaßen Schimmer haben.

    Ich mach´ ne Flasche Champagner auf, wenn Siemens / Mitsubishi nicht "zum Alstom-Zug" kommen.

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