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Bietergefecht auf der Zielgeraden Siemens verbessert Alstom-Angebot

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Umfassende Allianz
Gemeinsam gegen GE: Siemens-Chef Joe Kaeser (rechts) Shunichi Miyanaga, CEO von Mitsubishi. Quelle: dpa

Gemeinsam gegen GE: Siemens-Chef Joe Kaeser (rechts) Shunichi Miyanaga, CEO von Mitsubishi.

(Foto: dpa)

Am Freitagmittag trifft Immelt erneut mit Staatschef Francois Hollande zusammen. „Jetzt stehen die letzten Entscheidungen an“, sagte Immelt. Inhaltlich stellte er eine deutliche Überarbeitung seiner Offerte vor: Statt lediglich nur die Energiesparte von Alstom zu übernehmen, planen die Amerikaner nun eine umfassende Allianz mit den Franzosen. Unter anderem seien zwei 50:50-Joint-Ventures in der Netzsparte sowie bei erneuerbaren Energien geplant sowie eine globales Bündnis in der Nukleartechnik. Die Barkomponenten des Angebotes sinke allerdings wegen der Joint Ventures und weil GE seine Signaltechnik an Alstom abgeben wolle.

Die beiden Unternehmen haben GE zufolge zudem eine Absichtserklärung zur Gründung einer weltweiten Allianz im Transportgeschäft unterzeichnet. An den Börsen brachte die Nachricht nur bedingt Bewegung in die Aktienkurse: Alstom-Papiere verloren 0,9 Prozent, während GE auf der Stelle trat. Die Titel des Nebenbuhlers Siemens gewannen 0,8 Prozent. Dessen Frankreich-Chef Christophe de Maistre schoss eine Breitseite gegen das nachgebesserte GE-Gebot ab: „Das bestätigt unser Konzept, dem es in der Herangehensweise folgt, ohne das Spiel zu verändern.“ GE wolle Alstom immer noch „zerlegen“, während Siemens und Mitsubishi „eine echte Allianz“ vorschlügen.

Laut Siemens und MHI ziele das verbesserte Angebot „weiterhin darauf ab, Alstom in seiner gegenwärtigen Form in fast allen Geschäftsfeldern zu erhalten und als Industrieunternehmen nachhaltig zu stärken“. Darüber hinaus könne Alstom damit seine finanzielle Struktur verbessern und als französischer, börsennotierter Großkonzern mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Euro erhalten bleiben. Mit den zusätzlichen 1.000 neuen durch MHI geschaffenen Stellen und weiteren 1.000 Ausbildungsplätzen von Siemens für französische Jugendliche schaffe das Angebot zusätzliche Arbeitsplätze in Frankreich.

Der Alstom-Verwaltungsrat muss sich bis Montag zwischen der schweren GE-Offerte und dem Gegengebot entscheiden. Mitsubishi will sich an Alstom und drei von dessen Sparten beteiligen, Siemens will den Franzosen die begehrte Gasturbinensparte abnehmen. Auf Fragen von Immelt, ob das Siemens-Gebot Alstom nicht höher bewerte, sagte der mit ironischem Lächeln: „Rechnen Sie mal selber nach.“ In einer Frage blieb der Amerikaner knallhart: „Die Frist für unsere Angebot läuft am Montag ab.“

Alstom: Siemens-Plan „zu kompliziert“
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1 Kommentar zu "Bietergefecht auf der Zielgeraden: Siemens verbessert Alstom-Angebot"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mensch Siemens-Chef Joe Kaeser überlege es Dir noch einmal. Du stößt jetzt schon auf erhebliche Widerstände in Paris. Laß´ sich doch GE die Finger an diesem "heißen" Unternehmen Alstom verbrennen und setzt Euer Geld sinnvoller ein.

    Das Ganze wird obendrein noch von der Politik "begleitet", obwohl diese geistigen Tiefflieger wie Hollande & Co. nun von Wirtschaft so gut wie keinen blaßen Schimmer haben.

    Ich mach´ ne Flasche Champagner auf, wenn Siemens / Mitsubishi nicht "zum Alstom-Zug" kommen.

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