Bilanz 2011 Winterkorn feiert Rekordgewinn für VW

VW hat überraschend früh Bilanz für 2011 gezogen - und die fällt glänzend aus: Europas größter Autobauer hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt. Anleger geraten dennoch nicht in Euphorie.
Update: 24.02.2012 - 12:57 Uhr 28 Kommentare

VW: Immer neue Rekorde

Wolfsburg/HannoverVolkswagen hat die Konkurrenz mit einem Rekordgewinn abgehängt. Europas größter Autobauer profitierte im vergangenen Jahr wie kein anderer Hersteller vom weltweiten Autoboom und zahlt den Aktionären eine Rekorddividende. Der Nettogewinn verdoppelte sich 2011 auf 15,8 Milliarden Euro, wie der Wolfsburger Konzern am Freitag bekanntgaben.

Die Stammaktionäre - darunter als größte die Porsche Holding, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar - sollen eine um 80 Cent auf drei Euro erhöhte Dividende erhalten. Sechs Cent mehr je Anteilscheins will VW den stimmrechtslosen Vorzugsaktionären zahlen. Im Schlussquartal lief es dagegen nicht mehr ganz so rund. In diesem Zeitraum sank der operative Gewinn.

Anleger verfielen angesichts des historisch hohen Gewinns allerdings nicht in Euphorie. In einem ansonsten freundlichen Umfeld verlor die im Dax gelistete Vorzugsaktie des Wolfsburger Konzerns zeitweise ein Prozent an Wert. Börsianer begründeten dies damit, dass Anleger Kasse machten. Das Papier hatte seit Anfang Januar mehr als 20 Prozent zugelegt.

VW zog die Veröffentlichung der Zahlen vor, nachdem der enorme Gewinnanstieg bereits durchgesickert war. Eigentlich wollte der Aufsichtsrat erst am Montag darüber beraten.

Volkswagen hat den Gewinn im abgelaufenen Jahr dank des weltweiten Autobooms mehr als verdoppelt und hebt die Dividende stark an. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 15,8 Milliarden Euro, wie VW am Freitag bekanntgab. Im Vorjahr hatten 7,2 Milliarden zu Buche gestanden. Die Dividende soll um je 80 Cent auf drei Euro je Stamm- und 3,06 Euro je Vorzugsaktie angehoben werden. Im Vorjahr lag die Dividende bei 2,20 Euro und 2,26 Euro. Zu dem guten Nettoergebnis hat allerdings auch die Neubewertung von Aktienoptionen beigetragen, nachdem die Fusion mit Porsche im vergangenen Jahr abgesagt wurde. Das ergab einen Buchgewinn, der sich auf die tatsächliche Finanzlage nicht auswirkt.

Der Betriebsgewinn kletterte um fast 60 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Mit etwa soviel hatten Analysten gerechnet. Sie waren im Schnitt für das vergangene Jahr von einem operativen Ergebnis von 11,4 Milliarden Euro ausgegangen. Trotz des Kaufs der Mehrheit von MAN und der Porsche Holding in Salzburg im vorigen Jahr hat der VW-Konzern immer noch 17 Milliarden Euro in der Kasse. Damit ist er bestens gerüstet für den Weg an die Weltspitze, die die VW-Führung spätestens 2018 erreichen will.

Erstmals mehr als acht Millionen Fahrzeuge verkauft
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28 Kommentare zu "Bilanz 2011: Winterkorn feiert Rekordgewinn für VW"

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  • Natürlich ist die Bilanz von 2011 nach den GoB`s richtig, aber es sind hohe Einmalleistungen im VW-Konzern verrechnet ohne Diese wäre ein solcher Gewinn nicht möglich. Außerdem ist der hohe Gewinn auch auf Kosten der Allgemeinheit erwirtschaftet.

  • Winterkorn ist klasse, und jeden Cent wert. Der Mann hat Benzin im Blut !

  • Ganz genau. Von diesen 159 Mrd. Euro müssen Sie eigentlich noch Umsätze andere Divisionen abziehen. Und dadurch wird das Ergebnis über 8 Millionen Fahrzeuge verkauft zu haben unglaubwürdiger. Sie können tatsächlich nicht rechnen.

    Wo steht in der Bilanz, wieviele Fahrzeuge verkauft wurden zu welchem Preis? Da von Standort zu Standort, von Gesellschaft zu Gesellschaft, eigene Abschlüsse gemacht werden, ist es für externe nicht möglich diese Zahl zu überprüfen. Und außerdem bleibt der Punkt bestehen, dass die Unternehmen sich nur daran halten müssen, dass die Berechnungsmethodik gleichbleiben muss.
    Ich war bei drei Automobilkonzernen, bei zwei Automobilzulieferern und alle haben völlig unterschiedliche Berechnungen für jegliche Kennzahlen genutzt. Unternehmensabschlüsse scheinen nicht Ihr Fachgebiet zu sein.

  • oh... jetzt wirds spannend!!!

    NATÜRLICH müssen diese Zahlen stimmen!!! Sie sind Teil der Bilanz. Würden sie nicht stimmen, würde es den Tatbestand der Bilanzfälschung erfüllen. Und natürlich gibt es mehrere Instanzen, die das prüfen: externe Wirtschaftsprüfer, interne Buchhalter, Steuerbehörde, etc.
    Ihre aus 2 Komponenten errechnete Zahl als Indiz für so eine Anschuldigung zu verwenden ist absurd und völlig haltlos.
    Mal abgesehen davon, dass Sie vollig außer Acht lassen, dass VW neben Neuwagen auch Ersatzteile, Zubehör, etc. verkauft, ist es Ihnen auch völlig egal, wieviel Fahrzeuge von welchem Modell verkauft wurden (was ja entscheidend für die Bewertung des Umsatzes pro stück ist)
    Egal... ich hör jetzt einfach auf, Ihnen die Welt zu erklären. Schönes Wochenende noch!

  • Nachtrag: Ich meine natürlich 408,000,000,000.00 Euro

  • 8,160,000,00 * 50,000 = 408,000,000,00 Euro Umsatz.
    Wie nahe ist diese Zahl wohl an 159,000,000,000.00 Euro?
    Knapp daneben oder wie? Ein Überschlag genügt. Einfachste Mathematik ist wohl zu einfach für Sie...

  • @Marco:

    ich sehe kein "Dunkel" in welches Sie so verzweifelt-reißerisch versuchen "Licht" zu bringen... Ihr durchschnittlicher Verkaufspreis sagt nur aus, wieviel bezahlt wurde... aber wo ist das Problem??? Selbst wenn die Kunden 50.000 im Durchschnitt bezahlen würden... wo wäre das Problem???
    Ich glaube, dass Sie mit dem Auslassen der Poente versuchen, mir zu beweisen wie intelligent sie sind. Es bleibt bei dem Versuch. Denn ich gehe davon aus, dass Sie einfach keine Poente haben.
    Anders kann ich mir das destruktive, machthaberische rumgemurkse nicht erklären.

  • Und vielleicht fangen Sie mal an Mathe-Nachhilfe zu nehmen, Herr Brechreiz.

    1. Hatte ich das Wort "Prämisse" in meinem Grundkommentar verwendet.
    2. Unter der Annahme, dass VW den gesamten Umsatz mit dem Verkauf von Fahrzeugen gemacht hat: Wieviele Modelle werden für kleiner gleich 19,500 Euro verkauft?

    Das Sie nicht in der Lage sind soweit zu denken, dass
    die Verkaufszahlen ein Fake sind, dazu sind Sie nicht in der Lage. Unfassbar, wie leichtgläubig manche sind.
    Jeder Automobilkonzern hat seine eigene Berechnungsmethotik, und zwar für alle Kennzahlen. Nur weil da 8,16 Millionen stehen, muss es noch lange nicht stimmen, solange die Berechnung zu zu den Vorperioden identisch ist.
    Und wenn wir schon mal dabei sind. Wer kontrolliert eigentlich diese Zahlen? Gibt es da eine Kontrollbehörde? Nein. Sowas existiert nicht.
    Vielleicht begreifen Sie jetzt...

  • @Brechreiz

    Danke für die ausführliche Antwort, aber ich muss nun zugestehen, dass mein Hinweis zu anspruchsvoll ist - das soll nicht beleidigend sein.

    Ich kenne die Umsätze jedes Modells und ich kenne auch die Verkaufszahlen.
    Das Ziel meines Kommentars war es nicht den "durchschnittlichen Verkaufspreis" zu berechnen, sondern "Licht in das Dunkle zu bringen".

    Vielleicht machen Sie sich mal die Mühe, suchen alle Modelle der VW-Gruppe heraus, ermitteln den billigsten Preis weltweit, ermitteln die Verkaufszahlen je Modell und Marke weltweit und berechnen daraus die Summe. Mit Vorliebe würde ich dazu Ihren Gesichtsausdruck sehen.

    Oder Sie machen es ganz kurz. Das Volumen der verkauften Autos kennen Sie ja. Überschlagen Sie kurz wieviel der durchschnittliche Verkaufspreis sein kann, multiplizieren diese Zahl mit der Volumenzahl usw.

    Wenn Sie den Hinweis immernoch nicht verstehen, dann weiß ich auch nicht weiter. Ich kann jedenfalls nicht weitergehen...

  • @Marco:

    ...vielleicht besuchen Sie mal einen Volkshochschulkurs "Statistik" oder/und "Betriebswirtschaft"

    Außerdem verstehe ich nicht, warum Sie Allace64 verdächtigen nicht nachzudenken, oder gar "nicht über den Tellerrand" zu schauen??? Er hat die Erfolge von VW dargestellt und dem Konzern dazu gratuliert.
    Wo ist das Problem???
    Wenn ein Mensch erfolgreich ist, ist das gut. Warum sollte das bei einer Firma anders sein??? Immerhin bezahlt VW einer Menge von Leuten ihre Miete, ihr tägliches Brot und ihren Urlaub.
    Offenbar vergessen Sie, dass es ohne Erfolg eine Menge Arbeitslose mehr gäbe. DAS ist der Tellerrand, über den SIE offenbar nicht schauen.

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