Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bilfinger-Berger-Chef Koch fordert besseren Schutz vor Übernahmen

Der Kampf um Hochtief hat den Konkurrenten Bilfinger Berger nicht ungerüht gelassen. Der neue Chef, Roland Koch, fordert von der Bundesregierung einen besseren Schutz vor feindlichen Übernahmen.
4 Kommentare

Mannheim Der neue Bilfinger-Berger-Chef Roland Koch fordert von der Bundesregierung einen besseren Schutz deutscher Unternehmen vor Übernahmen. „Es ist leichter, in Deutschland ein Unternehmen feindlich zu übernehmen als in anderen europäischen Ländern“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzerns der „Wirtschaftswoche“. Er verwies auf die feindliche Übernahme des Konkurrenten Hochtief durch den spanischen Bau-Riesen ACS.

„Anderswo muss ein Großaktionär nicht nur nach Erreichen der 30-Prozent-Grenze, sondern auch bei 50 Prozent ein Pflichtangebot vorlegen“, sagte der frühere hessische Ministerpräsident. „Das sollten wir auch in Deutschland einführen.“ Er werde sich in der CDU dafür einsetzen. Koch steht seit Anfang Juli an der Spitze von Bilfinger Berger.

Der Manager wies für sein Unternehmen Verantwortung für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs zurück. Bilfinger sei Teil einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) mit anderen Baufirmen gewesen, sagte Koch. „Wir haben aber keinen Anlass, davon auszugehen, dass die Hauptursache bei den Unternehmen der Arge lag. Klarheit darüber gibt es wahrscheinlich erst 2013.“ Als 2009 das Stadtarchiv beim U-Bahn-Bau einstürzte und zwei Menschen in den Tod riss, war Bilfinger in die Kritik geraten. Die genaue Einsturzursache steht nach wie vor nicht fest.

Zu Korruptionsvorwürfen gegen die Tochter Julius Berger in Nigeria sagte Koch: „Ich nehme das alles ernst. Aber ich sehe auch, dass viele Anschuldigungen schlicht falsch sind.“ Er sehe keine Anzeichen dafür, dass es ein systematisches Problem gebe. „Ob es in der Vergangenheit einzelne Verfehlungen gegeben hat und ob sie juristisch relevant sind, wird man sehen.“

Mehr dazu lesen Sie auf www.wiwo.de.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Bilfinger-Berger-Chef - Koch fordert besseren Schutz vor Übernahmen

4 Kommentare zu "Bilfinger-Berger-Chef: Koch fordert besseren Schutz vor Übernahmen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eben, andere Länder schützen ihre Unternehmen ebenfalls vor Übernahmen. Und das sollte Deutschland auch tun.

  • Deutschland bekommt nur das, was es verdient hat! Wenn die Deutschen zu blöd sind, das zu checken! Wissen ist ja bekenntlich Macht, aber Wissen kann man heute kaufen!!!

    Die Generation die momentan in der Politik das Sagen hat, ist eine typische "Sündergeneration" -die ruhen sich auf den Leistungen ihrer Vorfahren aus -das kommt in den besten Familien vor, wenn z. B.: ein dummer Erbe das ganze Vermögen seiner Eltern verzockt!!!!

  • @Heinrich: Ja, ja, und nochmals ja. Wir brauchen ein gesundes und positives Verhältnis zu unseren Unternehmen und müssen unsere Interessen wahren. Wir müssen unsere Unternehmen vor Heuschrecken und Übernahmen bestmöglich schützen! Sowas ist Staatsaufgabe, da machen uns die Franzosen etwas vor.

  • Herr Koch hat vollkommen recht. Denn wenn es so weiter geht, haben wir Deutschen in ein paar Jahren im eigenen Land nichts mehr zu melden! Das wäre mal ein wichtigeres Thema für Herrn Röschen von der FDP als gebetsmühlenartig Steuersenkungen zu propagieren die dann doch nicht kommen.

Serviceangebote