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Biopharma Gilead zahlt Milliardensumme für deutsche Biotech-Firma MYR

Der US-Branchenriese will mit einem Medikament zur Behandlung von Hepatitis D weltweit Milliarden umsetzen. Entwickelt hat es die Biopharma-Firma MYR.
10.12.2020 - 15:37 Uhr Kommentieren
Der US-Branchenriese soll dem deutschen Biotechunternehmen MYD zu weltweitem Wachstum verhelfen. Quelle: AP
Produktion bei Gilead

Der US-Branchenriese soll dem deutschen Biotechunternehmen MYD zu weltweitem Wachstum verhelfen.

(Foto: AP)

München Milliardenübernahme eines deutschen Biotech-Start-Ups: Der US-Branchenriese Gilead Sciences lässt sich die erst neun Jahre alte Biopharma-Firma MYR aus Bad Homburg mindestens 1,15 Milliarden Euro kosten. Gilead verschafft sich damit Zugang zu dem von MYR entwickelten Mittel Hepcludex gegen Hepatitis-D-Infektionen, das im Sommer von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) unter Bedingungen zugelassen worden war.

Sollte das Medikament auch in den USA zugelassen werden, winkt den Eigentümern von MYR ein Nachschlag von 300 Millionen Euro in Form einer Meilensteinzahlung, wie Gilead am Donnerstag mitteilte. Den entsprechenden Antrag bei der Arzneimittelbehörde FDA will MYR im zweiten Halbjahr 2021 stellen.

An dem Unternehmen mit 35 Mitarbeitern ist neben den Gründern und Risikokapitalgebern auch der deutsche High-Tech Gründerfonds beteiligt, in den neben dem Bundeswirtschaftsministerium und der Staatsbank KfW rund drei Dutzend deutsche Industrieunternehmen investiert haben.

Hepatitis D kommt ausschließlich bei Menschen vor, die bereits mit Hepatitis B infiziert sind. Nach Angaben von Gilead sind davon weltweit mehr als zwölf Millionen Menschen betroffen. Mit Hepcludex können Patienten mit einer Leberzirrhose behandelt haben. Das Medikament verhindert, dass das Hepatitis-D-Virus in die Leberzellen eindringt. In Frankreich, Deutschland und Österreich ist es bereits auf dem Markt. Nach der Übernahme will Gilead es weltweit vermarkten. „Hepatitis D ist eine verheerende Krankheit“, sagte Gilead-Chef Daniel O'Day. Hepcludex biete eine „erstklassige Therapie“ dagegen.

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