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Biotechunternehmen EU will auch bei Biontech Covid-19-Impfstoff kaufen

Erste Gespräche mit der Kommission über eine Lieferung haben bereits stattgefunden. Diese würde Ende 2020 beginnen – nach behördlicher Genehmigung.
09.09.2020 - 12:58 Uhr Kommentieren
Corona: EU will auch bei Biontech Covid-19-Impfstoff kaufen Quelle: Imago
Biontech

Biontech und Pfizer haben bereits einen Vertrag mit der US-Regierung über die Lieferung von 100 Millionen Impfstoff-Dosen abgeschlossen.

(Foto: Imago)

Frankfurt Ebenso wie zuvor bereits die Tübinger Curevac führt inzwischen auch die Mainzer Biontech Verhandlungen mit der EU über die Lieferung von größeren Mengen eines Covid-19-Impfstoffs.

Man habe erste Gespräche mit der Europäischen Kommission über eine geplante Lieferung von 200 Millionen Dosen des mRNA-basierten Impfstoffkandidaten „BNT162“ gegen Sars-CoV-2 an die Mitgliedstaaten der Europäischen Union abgeschlossen, teilte das Mainzer Unternehmen am Mittwoch mit. Die EU-Kommission hat danach die Möglichkeit, weitere 100 Millionen Dosen zu erwerben.

Die Lieferung würde Ende 2020 beginnen, vorbehaltlich des klinischen Erfolgs und der behördlichen Genehmigung. Biontech und ihr Partner, der US-Konzern Pfizer, wollen nun die konkreten Vertragsverhandlungen mit der Europäischen Kommission aufnehmen.

Die geplante Vereinbarung mit der Europäischen Kommission wäre für Pfizer und Biontech der bisher größte Initialauftrag für die Lieferung eines Impfstoffes. Die Dosen für Europa sollen in Biontechs Produktionsstätten in Deutschland sowie Pfizers Produktionsstätten in Belgien hergestellt werden. Sollte der Impfstoffkandidat „BNT162b2“ zugelassen werden, wird die Europäische Kommission die Verteilung der Impfstoffdosen an die 27 EU-Mitgliedstaaten übernehmen.

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    Biontech und Pfizer hatten zuvor bereits einen Vertrag mit der US-Regierung über die Lieferung von 100 Millionen Impfstoff-Dosen zum Preis von 1,95 Milliarden Dollar abgeschlossen. Zudem haben auch Japan und Großbritannien bereits Impfstoffe bei dem Duo geordert.

    Erste Impfstoff-Zulassung noch 2020 als Ziel

    Die EU hat bisher nur mit der britischen Astra-Zeneca einen festen Vertrag über die potenzielle Lieferung von 400 Millionen Einheiten des von Astra-Zeneca und der Oxford University entwickelten Impfstoffs abgeschlossen. Darüber hinaus verhandelt die EU mit Curevac und Sanofi. Bei Curevac geht es um die Lieferung von bis zu 225 Millionen Einheiten – und eine Option auf weitere 180 Millionen Dosen.

    Die Impfstoff-Kandidaten von Curevac und Sanofi befinden sich aktuell allerdings erst in der ersten Phase der klinischen Tests, während Biontech und Pfizer ihren Produktkandidaten bereits in einer großen Phase-3-Studie testen. Pfizer und Biontech zeigen sich daher zuversichtlich, dass das Produkt bereits 2020 eine erste Zulassung erhalten könnte.

    „Die geplante Vereinbarung von Pfizer und Biontech mit der Europäischen Kommission ist ein weiterer wichtiger Schritt für unser gemeinsames Ziel, gefährdeten Bevölkerungsgruppen noch vor Ende des Jahres Millionen Dosen eines Impfstoffs gegen Covid-19 zur Verfügung zu stellen. Wir bedanken uns bei der Europäischen Kommission für ihren Einsatz und das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Fähigkeiten, einen Impfstoff zu entwickeln“, sagte Albert Bourla, Chairman und CEO von Pfizer.

    Zusätzlich zu den Vereinbarungen mit Regierungen haben Pfizer und Biontech ihr Interesse an einer möglichen Lieferung für die Covax Facility bekräftigt. Die Covax Facility wurde von Gavi, der Vaccine Alliance, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (Cepi) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen mit dem Ziel, Ländern weltweit, insbesondere auch Schwellen- und Entwicklungsländern, schnellen Zugang zu einem breiten Portfolio an Covid-19-Impfstoffkandidaten zu ermöglichen.

    Mehr: Biontech und Pfizer starten Corona-Impfstoffstudie in Deutschland.

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