Biotechunternehmen Geringe Umsätze verhageln Qiagen die Jahresziele

Qiagen erreicht nur das untere Ende seiner Gewinnprognose - dabei hatte das Biotechunternehmen die Ziele bereits vorab gesenkt. Schuld an den schlechten Zahlen war unter anderem der starke Dollar.
Der starke Dollar vermiest Qiagen die Zahlen. Quelle: dpa
Biotechnologie

Der starke Dollar vermiest Qiagen die Zahlen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDas Biotechunternehmen Qiagen hat im vergangenen Jahr nur das untere Ende seiner bereits gesenkten Gewinnprognose erreicht. 2015 legte der bereinigte Gewinn je Aktie ohne Wechselkurseffekte um 13 Cent auf 1,13 Dollar je Aktie zu, wie die Gesellschaft am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Qiagen machten ein schwächeres Instrumentengeschäft und geringere Umsätze aus Partnerschaften zur Entwicklung von Begleitdiagnostika einen Strich durch die Jahresziele. Der Vorstand hatte deshalb bereits Mitte Januar gewarnt, dass Qiagen die ursprünglich prognostizierten 1,16 Dollar Gewinn je Aktie nicht erreichen wird. Stattdessen hatte er mit 1,13 bis 1,14 Dollar je Aktie kalkuliert.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Qiagen hat zudem mit dem starken Dollar zu kämpfen. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen 1,28 Milliarden Dollar um, ein Minus von fünf Prozent. Zu konstanten Wechselkursen wären die Erlöse um drei Prozent gewachsen. Für 2016 hatte Qiagen bereits in Aussicht gestellt, dass der Konzernumsatz wechselkursbereinigt um etwa sechs Prozent steigen und der bereinigte Gewinn je Aktie in etwa im gleichen Maß zulegen soll. Wechselkursbereinigt werden dann 1,10 bis 1,11 Dollar je Aktie angepeilt.

  • rtr
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