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Elektroauto von BMW

Der Autobauer investiert massiv in den Ausbau der Elektromobilität und die Vorbereitung des Autonomen Fahrens.

(Foto: Bloomberg)

Blitzanalyse BMW investiert massiv in die Zukunft – das bremst den Gewinn

Update: 04.05.2018 - 08:31 Uhr Kommentieren

MünchenBMW hat am Freitagmorgen seine Zahlen für das erste Quartal 2018 vorgelegt. Die wichtigsten Punkte:

  • Der Vorsteuergewinn geht leicht auf rund 3,2 Milliarden Euro zurück.
  • In der Autosparte verbessert BMW die Rendite (Ebit-Marge) auf 9,7 Prozent.
  • Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen.
  • Der Konzern bestätigt den Ausblick auf das Gesamtjahr. Konzernchef Harald Krüger: „Die Branche durchläuft nie dagewesenen technologischen Wandel“

Das fällt positiv auf

Forschungsausgaben: BMW investiert massiv in den Ausbau der Elektromobilität und die Vorbereitung des autonomen Fahrens. Dennoch bleiben die Margen hoch und der Cash-Flow im Rahmen der angegebenen Zielwerte. Das liegt auch an einer Neubewertung der Carsharing-Aktivitäten, die BMW mit Daimler zusammenlegen will. Dennoch: Anders als andere Autohersteller hat BMW offenbar die Kraft, den Umbruch in der Autoindustrie technisch und finanziell zu stemmen.

Das fällt negativ aus

Klimaziele gefährdet: BMW konnte den Absatz nur leicht steigern, der Umsatz stagniert. BMW verkauft mehr Elektroautos, aber auch deutlich mehr der durstigen und schweren Geländewagen. Das SUV-Wachstum dürfte das von der EU vorgegebene Klimaziel des Konzerns gefährden. Gelingt es den Münchenern nicht gegenzusteuern, wird es ab 2021 teuer.

Was jetzt passiert

BMW steckt mitten in der größten Produktoffensive der Firmengeschichte. Insbesondere der ganz neue X2 sowie der überarbeitete X3 dürften dem Konzern in den kommenden Monaten deutlich Rückenwind geben, alle jetzt folgenden Quartale dürften stärker werden.

Gleichzeitig bleibt BMW in Sachen Handelskrieg extrem verwundbar: Strafzölle zwischen der EU und den USA und den USA und China gefährden das Geschäftsmodell. Das gilt auch für einen möglichen harten Brexit: BMW hat mit Mini und Rolls-Royce zwei Konzerntöchter auf der Insel.

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