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Schweizer mit Selbstbewusstsein

ABB-Chef Ulrich Spiesshofer steuert mit dem Elektrotechnikunternehmen auf einen neuen Umsatzrekord zu.

(Foto: Reuters)

Blitzanalyse Gewinnsprung für Elektroriesen ABB

19.07.2018 - 08:19 Uhr Kommentieren

Der Industriekonzern ABB hat am Donnerstag seine Zahlen für das zweite Quartal präsentiert. Das sind die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz wächst um 1 Prozent auf rund 8,9 Milliarden Dollar.
  • Damit liegt das Wachstum unter den selbstgesteckten Zielen des Konzerns: Zwischen 2015 bis 2020 sollen die Umsätze im Schnitt um drei bis sechs Prozent wachsen.
  • Der Gewinn steigt um 30 Prozent auf 681 Millionen Dollar. Das liegt über den Schätzungen der Analysten, die mit 631 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Das fällt positiv auf

Auftragseingänge lassen auf mehr Wachstum hoffen: Der Gesamtauftragseingang erhöhte sich um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auf Dollar-Basis waren es sogar 14 Prozent. ABB erklärt das auch mit dem Erfolg des Digitalangebots ABB Ability, das „erheblich“ zum Auftragsplus beigetragen haben soll.

Das fällt negativ auf

Umsatzrückgang bei den Netzen: In der Stromnetzsparte, die als Sorgenkind des Konzerns galt, lässt die Trendwende auf sich warten. Zwar stieg der Auftragsbestand um fünf Prozent an, doch die Umsätze gingen wegen des geringen Auftragsbestands zu Quartalsbeginn um acht Prozent zurück. Mit 9,7 Prozent liegt die operative Ebit-Marge niedriger als in den anderen Konzernteilen. Der Konzern verspricht „Kostenmanagement“.

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    Was jetzt passiert

    2018 wird zum Jahr der Entscheidung: Nach Jahren des Umbaus wollen die Schweizer von wachsenden Märkten profitieren. „Das Quartalsergebnis zeigt, dass unsere Transformation der vergangenen Jahre Früchte trägt“, sagte CEO Ulrich Spiesshofer am Donnerstag. Spiesshofer hält den Konzern mit seinen vier Divisionen für gut aufgestellt. Doch das sehen manche Anteilseigner anders: Schon seit Jahren fordert ABB-Großaktionär Cevian die Trennung von der Stromnetzsparte. Auch bei Konkurrenten wie Siemens oder GE geht der Trend zur Abspaltung von Geschäftsteilen. Ein stärkeres Wachstum in der zweiten Hälfte würde helfen, die Kritiker zu überzeugen.

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