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Blitzanalyse Linde geht in guter Form in Megafusion

25.07.2018 - 07:50 Uhr Kommentieren
Währungseffekte schlagen stark auf Umsatz und Ergebnis durch. Quelle: dpa
Linde

Währungseffekte schlagen stark auf Umsatz und Ergebnis durch.

(Foto: dpa)

München Der Münchener Traditionskonzern Linde steht kurz vor der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Gasekonzern. Am Mittwoch legte Linde noch einmal alleine Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr vor. Das sind die wichtigsten Fakten.

  • Linde bleibt operativ auf Wachstumskurs. Der Umsatz sank in absoluten Zahlen zwar im ersten Halbjahr um 3,3 Prozent von 8,9 auf 8,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und bilanzielle Sondereffekte bedeutete dies aber einen Anstieg von 4,7 Prozent.
  • Auch die Profitabilität kann sich sehen lassen. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Halbjahr um 3,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Auf der vergleichbaren Basis bedeutete dies sogar einen Anstieg um zehn Prozent.
  • Die operative Umsatzrendite liegt bei stolzen 25,6 Prozent.

Das fällt auf

Starker Euro: Währungseffekte schlagen stark auf Umsatz und Ergebnis durch. Die Erlöse wurden wegen des starken Euros um 493 Millionen Euro gedrückt. Gut die Hälfte davon, nämlich 268 Millionen Euro, entfiel auf den Dollar. Das operative Ergebnis fiel wegen der Währungseffekte 128 Millionen Euro niedriger aus.

Was jetzt passiert

Fusion von Linde und Praxair läuft nach Plan: In den vergangenen Wochen hatten die beiden Unternehmen wichtige Schritte eingeleitet, um die Zustimmung von den Kartellwächtern zu bekommen. Praxair verkaufte den Großteil seines Europageschäfts für fünf Milliarden Euro an den japanischen Konkurrenten Taiyo Nippon Sanso. Kurz darauf kündigte Linde den Verkauf von großen Teilen seines US-Geschäfts und weiteren Standorten in Südamerika an. Die Aktivitäten mit etwa 1,4 Milliarden Euro Umsatz gehen für etwa 2,8 Milliarden Euro an den deutschen Konkurrenten Messer. Dieser steigt dadurch in die Weltliga der großen Gasekonzerne auf.

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    Damit dürfte der Weg weitgehend frei sein für den Zusammenschluss. Solche Verkäufe werden mit den Wettbewerbshütern abgestimmt. Daher können Linde und Praxair nun auf grünes Licht von den Kartellwächtern in Brüssel und den USA hoffen. Dies galt als noch größte verbliebene Hürde. Der Zusammenschluss soll noch in diesem Jahr vollzogen werden, bekräftigte Konzernchef Aldo Belloni.

    Durch die Quartalszahlen werden sich alle bestätigt sehen: Die Fusionsbefürworter, weil sich mit Linde und Praxair zwei starke Unternehmen zusammenschließen. Und die Fusionsgegner: Auch ohne Mega-Merger steht Linde auf eigenen Beinen sehr gut da.

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