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Blitzanalyse Nissan fällt weiter hinter den Erzrivalen Toyota zurück

26.07.2018 - 11:44 Uhr Kommentieren

Tokio Nissan-Chef Hiroto Saikawa steht in Japan schon wegen Unregelmäßigkeiten bei Emissionstests unter Druck. Nun muss er fürs erste Quartal des seit April laufenden Bilanzjahres auch noch ein schlechtes Ergebnis verantworten. Die wichtigsten Fakten:

  • Während der Automarkt global wuchs, sank Nissans Absatz im ersten Quartal um drei Prozent auf knapp über 1,3 Millionen Autos.
  • Der Umsatz ging zwar nur um 1,6 Prozent auf 2, Billionen Yen (20,9 Milliarden Euro) zurück. Aber der operative Gewinn brach um 29 Prozent auf 109 Milliarden Yen (840 Millionen Euro). Der Reingewinn gab um 14 Prozent auf 160 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro) nach.
  • Nissan-Vizepräsident Joji Tagawa beschönigte die Bilanz nicht: „Unsere Ergebnisse waren unvorteilhaft.“

Das fällt positiv auf

Ohne China sähen Nissans Zahlen richtig bitter aus. Dort zahlt sich der langjährige Fokus auf die neuen Mittelschichten in den Städten wie im Hinterland für Nissan aus. Von Januar bis März, dem Quartal, das in Nissans Quartalsbilanz zeitversetzt einfließt, wuchs der Absatz um 6,9 Prozent und von April bis Juni sogar um 14 Prozent.

Mit 336.000 verkauften Autos macht China damit bereits fast ein Viertel von Nissans Quartalsabsatz aus. Japan schlug sich noch passabel. Im Heimatmarkt sank der Absatz nur leicht und weniger als der Gesamtmarkt.

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    Das fällt negativ auf

    Unter steigenden Rohstoff- und Materialkosten haben alle Hersteller zu leiden. Die japanischen Autobauer schneidet zudem generell ein stärkerer Yen in die Margen. Aber Nissan scheint auch dieses Quartal weiter hinter den Erzrivalen Toyota zurückzufallen, der am 3. August das vergangene Vierteljahr bilanziert.

    Ein Grund ist, dass Nissans Verkauf ausgerechnet in größten Markt, Nordamerika, um 9,5 Prozent auf nur 486.000 Autos abstürzte. In Europa schrumpfte der Absatz sogar um 12,7 Prozent auf 162.000 Kraftwagen.

    Was jetzt passiert

    Der Verkauf im größten Markt, Nordamerika, stürzte um 9,5 Prozent auf nur 486.000 Autos ab. Quelle: Reuters
    Nissan

    Der Verkauf im größten Markt, Nordamerika, stürzte um 9,5 Prozent auf nur 486.000 Autos ab.

    (Foto: Reuters)

    In den USA setzt Nissan seine Aufräumarbeiten fort. Wie in Europa werden die Flottenverkäufe gesenkt und die Lagerbestände der Händler abgebaut. Der Schrumpfkurs soll letztlich die Gewinne stabilisieren. Zudem hofft Nissan darauf, dass neue Modelle wie der Crossover Kicks, die Mittelklasse Altima und das Premiummodell Infiniti QX50 wieder mehr Käufer anlocken.

    Außerdem versucht Nissan, die Aktionäre mit dem Versprechen gnädiger zu stimmen, die Dividende allen Gegenwinden zum Trotz um 7,5 Prozent auf 57 Yen pro Aktie zu erhöhen.

    Nissan kann jetzt nur hoffen, dass US-Präsident Donald Trump nicht mit Einfuhrzöllen auf Autos den US-Markt abwürgt. Nissan wäre gleich doppelt von einem solchen Schritt getroffen. Denn die Japaner produzieren viel in Mexiko.

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