Blitzanalyse Salzgitter vervierfacht den Gewinn

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Das Unternehmen profitiert von der anhaltend guten Stahlkonjunktur und deutlich besseren Preisen als in den Vorjahren. Quelle: dpa
Stahlkocher bei Salzgitter

Das Unternehmen profitiert von der anhaltend guten Stahlkonjunktur und deutlich besseren Preisen als in den Vorjahren.

(Foto: dpa)

Salzgitter hat am Mittwoch vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Die wichtigsten Fakten.

  • Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern hat das Geschäftsjahr 2017 mit dem höchsten Vorsteuergewinn seit der Finanzkrise abgeschlossen.
  • Das Unternehmen profitiert von der anhaltend guten Stahlkonjunktur und deutlich besseren Preisen als in den Vorjahren.
  • Trotz der unverändert guten Vorzeichen wagt Salzgitter nur einen vorsichtigen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr.

Das fällt positiv auf

Gewinn: Der Konzern profitiert vor allem von der unverändert starken Nachfrage aus der Autoindustrie sowie angrenzenden Industriesparten und den internen Effizienzprogrammen. Mit 238 Millionen Euro vervierfachte sich der Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vorjahr. In dem Ergebnis sind allerdings knapp 80 Millionen Euro von Europas größter Kupferhütte Aurubis enthalten, an der die Salzgitter AG beteiligt ist. Die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital schnellte binnen eines Jahres von 2,7 auf 8,6 Prozent.

Umsatz: Der Umsatz erhöhte sich vor allem wegen der deutlich höheren Preis um eine Milliarde auf knapp neun Milliarden Euro. Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann warnte allerdings vor Selbstzufriedenheit: „Das Umfeld ist und bleibt für weite Teile des Konzerns herausfordernd. Wir müssen, wollen und werden also dranbleiben.“ Mit einer dritten Feuerverzinkungsanlage, einer neuen Wärmebehandlungslinie am Standort Ilsenburg sowie dem Ausbau des Präzisionsrohrwerks in Mexiko habe der Konzern wichtige Investitionsprojekte auf den Weg gebracht.

Das fällt negativ auf

Die Lage auf dem Weltmarkt: Zwar haben die chinesischen Billigimporte im Flachstahlbereich wegen der eingeleiteten Anti-Dumpingmaßnahmen der EU-Kommission spürbar abgenommen. Trotzdem bewegen sich die Importe billigen Stahl weiter auf hohem Niveau, da diese mittlerweile aus anderen Ländern wie der Türkei oder Indien kommen. Auch die angekündigten protektionistischen Maßnahmen der US-Regierung, die ihrerseits die heimische Stahlindustrie vor Importen schützen will, könnte das positive Umfeld für die deutsche Stahlindustrie im Laufe des Jahres eintrüben. Davon und von höheren Rohstoffpreisen wären vor allem die Bereiche Grobblech und Profilstahl betroffen, die ohnehin mit schwachen Margen zu kämpfen haben.

Was jetzt passiert

Ausblick: Der Konzern geht für 2018 nur noch von einem leichten Umsatzanstieg oberhalb von neun Milliarden Euro aus. Der Vorsteuergewinn soll zwischen 200 und 250 Millionen liegen, das wäre in etwas auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Voraussetzung sei aber eine mindestens stabile Entwicklung und dass es in Europa nicht zu einem konjunkturellen Rückschlag komme, hieß es.

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