Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

BMW, Audi und Daimler Autobauer bieten für Nokias Kartendienst

Wettbieten um Straßenkarten: BMW, Audi und Daimler wollen den Karten- und Navigationsdienst des ehemaligen Handyriesen Nokia kaufen – gemeinsam. Konkurrent ist unter anderem das soziale Netzwerk Facebook.
22.04.2015 - 13:20 Uhr Kommentieren
Die drei Oberklasse-Autobauer BMW, Audi und Daimler wollen gemeinsam für Nokias Karten- und Navigationsdienst bieten. Quelle: dpa
Automatisiertes Fahren

Die drei Oberklasse-Autobauer BMW, Audi und Daimler wollen gemeinsam für Nokias Karten- und Navigationsdienst bieten.

(Foto: dpa)

München Die drei konkurrierenden Oberklasse-Autobauer BMW, Audi und Daimler wollen einem Magazinbericht zufolge gemeinsam für den Karten- und Navigationsdienst des ehemaligen Handyriesen Nokia bieten. Für das Geschäftsfeld namens „Here“ interessierten sich außerdem der amerikanische Finanzinvestor Hellman & Friedman und das Online-Netzwerk Facebook, wie das „Manager Magazin“ am Mittwoch vorab mitteilte.

Der Fahrdienst Uber war in Medienberichten zuvor ebenfalls als möglicher Bieter gehandelt worden. Die Autobauer wollten dazu nicht Stellung nehmen. Hochpräzise digitale Straßenkarten sind eine der Voraussetzungen für automatisiertes Fahren - ein Thema, das die Fahrzeugindustrie zum neuen Trend erkoren hat.

Daimler hatte mit Here bereits 2013 bei Testprojekten mit computergesteuerten Autos zusammengearbeitet. Inzwischen nutzen die Schwaben allerdings ihre eigenen Karten. Auch der Autozulieferer Continental kooperiert mit Here. Zu den Verkaufsgerüchten wollte sich der Konzern nicht äußern.

Top-Manager von Daimler und BMW hatten zuletzt dafür geworben, dass die gesamte Fahrzeugbranche beim automatisierten Fahren enger zusammenarbeiten solle - allerdings nur bei nicht sichtbaren Komponenten oder Techniken. Kooperationen hinter den Kulissen sind in der Autoindustrie an der Tagesordnung, weil sich so die Milliardenkosten für Entwicklung oder Einkauf drücken lassen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    BMW und Daimler beschaffen etwa gemeinsam Standard-Teile wie Gurtstraffer oder Scheibenwischer. Auch Motoren und neue Antriebstechnologien entwickeln große Autobauer gern gemeinsam oder kaufen sie sich gegenseitig ab. Rund drei Viertel eines Pkw stammen von Zulieferern. Der Kundschaft gegenüber betonen die Autohersteller indes die Einzigartigkeit ihrer jeweiligen Marke, denn für gutes Image lässt sich gerade im Premiumsegment ein ordentlicher Preisaufschlag kassieren.

    Hol! Mich! Ab!
    198773
    1 von 17

    In sein erstes selbstfahrendes Auto baute der Internet-Gigant Google Lenkrad und Pedale nur ein, weil es gesetzlich noch vorgeschrieben ist. Technisch nötig wäre es bei dem Versuchsfahrzeug nicht mehr. «Unternehmen der Technologie-Branche rücken immer tiefer ins einstige Hoheitsgebiet der Autoindustrie vor», sagt Autoexperte Thilo Koslowski vom IT-Marktforscher Gartner.

    Das treffe nicht nur die Fahrzeuge, sondern - was viel gravierender ist - auch das Geschäftsmodell. «Ich bin mir nicht sicher, ob die Mehrheit der Autoindustrie gewappnet ist, dem Druck der neuen Player standzuhalten», sagt der Gartner-Analyst.

    (Foto: PR)
    Apple-CarPlay-1-
    2 von 17

    Auch Branchenexperte Stefan Bratzel sieht neue Spieler im Anmarsch. «Insbesondere die Big-Data Player der IT-Industrie spielen künftig in der Wertschöpfungskette der Automobilindustrie eine sehr wichtige Rolle», analysiert er. Die Autobauer agierten derzeit nach dem Modell der «Co-opetition»: Kooperation und Wettbewerb zugleich.

    So arbeiten sie einerseits vor allem mit Apple und Google zusammen, um Smartphones und Apps ins Auto zu bringen. «Andererseits sehen sie die IT-Player auch als künftige Konkurrenten für den Mobilitätskunden der Zukunft und wollen ihnen keinen umfassenden Zugang zum Auto gewähren», betont Bratzel.

    (Foto: PR)
    CES140050
    3 von 17

    In den nächsten Wochen wird der Kampf um die Zukunft des Autos gleich zwei Mal im Rampenlicht ausgetragen: Bei der Elektronik-Messe CES (6. bis 9. Januar) in Las Vegas und danach der Automesse in Detroit (12. bis 25. Januar), dem Herzen der amerikanischen Fahrzeugindustrie.

    Die CES, auf der früher traditionell eher Fernseher, Hifi oder Computer vorgestellt wurden, wurde in den vergangenen Jahren immer mehr auch zur Autoshow. Im vergangenen Jahr wurde Audi-Chef Rupert Stadler zu seiner Eröffnungs-Keynote in einem selbstfahrenden Auto des Unternehmens auf die Bühne kutschiert.

    (Foto: PR)
    198775
    4 von 17

    Diesmal übernimmt Daimler-Chef Dieter Zetsche diesen zentralen Auftritt. Kurz vor der Messe wurde eine wegweisende Partnerschaft bekannt: Der südkoreanische Elektronikriese LG soll mit seinen Stereokameras die «Augen» für die automatisierten Autos von Mercedes liefern.

    (Foto: PR)
    Newest Innovations In Consumer Technology On Display At 2015 International CES
    5 von 17

    Die Mercedes-Studie - hier mit CES-Messechef Gary Shapiro - namens F 015 ist ein gewaltiger Hingucker. Neben Design, Front und Rädern wirkt vor allem das Innenraumkonzept konsequent futuristisch. Selbstverständlich kann das Modell autonom fahren, die Insassen sitzen sich auf drehbarem Lounge-Gestühl gegenüber und beschäftigen sich anderweitig.

    (Foto: AFP)
    Newest Innovations In Consumer Technology On Display At 2015 International CES
    6 von 17

    Luxury in motion ist der Beiname, den Mercedes der Studie F 015 gibt. Sie steuert gestützt auf Stereokameras, Ultraschall- und Radarsensoren durch den Verkehr. Dem Fahrer stehen Informationen auf einem breiten Hauptbildschirm im digitalen Armaturenträger sowie auf einem Head-up-Display zur Verfügung.

    Mit mit einer Länge von 5,22 Meter und 3,61 Meter Radstand hat die Studie Maybach-Abmessungen. Geprägt wird ihr Auftritt durch große Flächen, Alulook und 26 Zoll-Räder.

    (Foto: AFP)
    Newest Innovations In Consumer Technology On Display At 2015 International CES
    7 von 17

    In der mit Leder, Edelhölzern und viel Glas gestalteten. ambientebeleuchteten Lounge können Reisende während der Fahrt entspannen, kommunizieren und arbeiten. Die vorderen beiden Einzelsitze sind drehbar. Integrierte Monitore stellen cloud-basiert alle notwenigen Daten, Apps und Funktionalitäten bereit und werden per Gesten, Eye-Tracking oder Berührung gesteuert. 

    (Foto: AFP)

    Der Netzwerktechnik-Konzern Nokia hatte vor kurzem angekündigt, strategische Optionen für Here zu prüfen. Laut „Manager Magazin“ wird das restrukturierungsbedürftige Kartengeschäft in den Büchern mit einem Wert von zwei Milliarden Euro geführt. Die drei deutschen Autobauer seien nicht bereit gewesen, viel mehr als den Buchwert zu bezahlen, weshalb ihr ursprüngliches Angebot an Nokia schon vor dem regulären Verkaufsprozess nicht auf fruchtbaren Boden gefallen sei. Nokia wollte sich zu den möglichen Interessenten nicht äußern. Auch Facebook lehnte eine Stellungnahme ab.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: BMW, Audi und Daimler - Autobauer bieten für Nokias Kartendienst
    0 Kommentare zu "BMW, Audi und Daimler: Autobauer bieten für Nokias Kartendienst"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%