BMW, Porsche und Nissan Südkorea stoppt Verkauf einiger Modelle

Fehlerhafte Zulassungspapiere führen in Südkorea zu einem Verkaufsstopp von zehn Modellen der Marken BMW, Porsche und Nissan. Kein Einzelfall: Schon im August kam es zu einem Verkaufsverbot fast aller VW-Modelle.
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Einige Modelle der Hersteller BMW, Porsche und Nissan dürfen nicht mehr in Südkorea verkauft werden. Das Umweltministerium verhängte zusätzlich Geldstrafen. Quelle: dpa
Fehlerhafte Zulassungsdokumente

Einige Modelle der Hersteller BMW, Porsche und Nissan dürfen nicht mehr in Südkorea verkauft werden. Das Umweltministerium verhängte zusätzlich Geldstrafen.

(Foto: dpa)

SeoulSüdkorea verbietet den Verkauf von zehn Import-Modellen der Autohersteller BMW, Porsche und Nissan wegen fehlerhafter Zulassungsdokumente. Gegen die lokalen Niederlassungen der Unternehmen aus Deutschland und Japan verhängte das Umweltministerium am Montag nach eigenen Angaben außerdem eine Geldstrafe von zusammengenommen 7,17 Milliarden Won (5,7 Millionen Euro).

Die Behörde hatte Ende November die Rücknahme der entsprechenden Zulassungspapiere angekündigt. Betroffen sind sechs Modelle, die in Südkorea noch aktuell verkauft wurden, einschließlich des SUV X5M von BMW, des Macan S Diesel und zweier weiterer Porsche-Autos sowie des SUV Qashqai und der Limousine Infinity Q50 von Nissan.

Was die Hersteller an ihren Autos verdienen
Platz 15: GM Europe (Opel, Vauxhall)
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Opel arbeitet wieder rentabel – in diesem Jahr kann der deutsche Autobauer den ersten Quartalsgewinn seit 2011 verzeichnen. Insbesondere der hohe Anteil an Kleinwagen machte sich bemerkbar. Dennoch: Der Umsatz pro Fahrzeug ist mit 14.566 Euro niedriger als bei den meisten Konkurrenten und beim operativen Gewinn (Ebit) pro Fahrzeug landen die Rüsselsheimer mit 190 Euro auf dem letzten Platz. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei 1,3 Prozent.

Das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen unter Professor Ferdinand Dudenhöffer hat untersucht, wie profitabel die europäischen Automobilkonzerne sind. Die Studie zeigt, wie viel Gewinn die Hersteller pro Fahrzeug im ersten Halbjahr machten. Berechnet wurden dabei die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) für die reine Automobilsparte, Zuliefereraktivitäten oder andere Geschäftsfelder blieben dabei unberücksichtigt.

Quelle: CAR-Institut

Platz 14: VW-Pkw
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Die vom Dieselskandal erschütterte Kernmarke VW setzte im ersten Halbjahr 2016 mit jedem Fahrzeug 23.750 Euro um – mehr als die gesamte Konkurrenz der europäischen Hersteller. Doch Produktions- und Entwicklungskosten lassen die Ebit-Marge auf 1,7 Prozent oder 375 Euro pro Auto schrumpfen.

Platz 13: Seat
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Die Volkswagen-Tochter Seat konnte sich in Europa deutlich verbessern. Pro verkauftem Fahrzeug machte der Hersteller 337 Euro Gewinn – die Ebit-Marge lag bei 2,1 Prozent.

Platz 12: VW-Konzern
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Beim Marktführer VW bleibt die Lage schwierig. Der Konzern wird durch Porsche und Audi getragen, während das klassische Massengeschäft kaum Erträge erwirtschaftet. In den ersten sechs Monaten des Jahres erzielten die Wolfsburger in Europa 801 Euro Gewinn je Auto, die Ebit-Marge lag bei 4,5 Prozent. Autoexperte Dudenhöffer weiß: „Die Gewinne des VW-Konzerns kommen aus China und von den Töchtern.“

Platz 11: Renault
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Runderneuerte Modelle wie der Clio (im Bild) oder der Twingo haben Renault wieder in die schwarzen Zahlen gebracht. Die Franzosen machten mit jedem verkauften Auto 715 Euro Gewinn. Die Ebit-Marge lag im ersten Halbjahr bei 4,7 Prozent.

Platz 10: Ford Europe
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Lange hatte Ford in seinem Europageschäft mit hohen Verlusten zu kämpfen. Doch statt im Preiskampf unterzugehen, hat der Autobauer den Anteil an höherwertigen Ausstattungen gesteigert. Damit hat nicht nur der Umsatz pro Fahrzeug deutlich zugelegt. Pro verkauftem Neuwagen verdiente Ford in Europa 973 Euro. Die Ebit-Marge lag bei sechs Prozent.

Platz 9: PSA
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Pro Auto blieb bei den Franzosen im ersten Halbjahr 844 Euro Gewinn hängen. Die Ebit-Marge belief sich damit auf 6,8 Prozent.

Gegen Nissan drohen weitere Untersuchungen, während die Verstöße von BMW als geringfügig eingestuft wurden. Porsche habe die fehlerhaften Angaben freiwillig gemeldet. BMW soll Testresultate des X6M auf die Unterlagen für den X5M übertragen haben. Der Konzern hatte erklärt, beide Modelle hätten den gleichen Motor.

Südkorea hatte nach den Ermittlungen zum Abgas-Skandal bei Volkswagen die Überprüfung von Unterlagen auf mehr als ein Dutzend ausländischer Autohersteller ausgedehnt. VW wurde beschuldigt, Dokumente über Emissionswerte und Lärmtests geschönt zu haben. Der Verkauf fast aller VW-Modelle in Südkorea war im August gestoppt worden.

  • dpa
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