Boeing 787 Weitere Zulieferer unter der Lupe

Die Suche nach der Ursache für schmorende Batterien des Boeing-Vorzeigeflugzeugs 787 ist weiter in vollem Gange. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde nimmt weitere Zulieferer unter die Lupe.
Update: 22.01.2013 - 14:17 Uhr 1 Kommentar
Fast fertige Boeing 787 „Dreamliner“ auf dem Werksgelände im US-Bundesstaat Washington. Die Auslieferung ist gestoppt. Quelle: dapd

Fast fertige Boeing 787 „Dreamliner“ auf dem Werksgelände im US-Bundesstaat Washington. Die Auslieferung ist gestoppt.

(Foto: dapd)

New YorkNach der Pannenserie beim Boeing-Großflugzeug Dreamliner will die US-Behörde für Verkehrssicherheit (NSTB) zwei Zulieferer des US-Flugzeugbauers unter die Lupe nehmen. Wie die Behörde am Montag (Ortszeit) mitteilte, schickt sie diese Woche Mitarbeiter in den US-Bundesstaat Arizona zu dem Unternehmen Securaplane in Tucson sowie zu Pratt & Whitney Power, ehemals Sundstrand, in Phoenix. Sie stellen den Starter und das Ladegerät der Batterie der Boeing 787 her.

In Japan sucht nun auch die Nationale Raumfahrtbehörde nach den Gründen für die Pannen. Die Weltraumagentur Jaxa wurde am Dienstag mit der Analyse der Batterie beauftragt, die vergangene Woche die Notlandung nötig gemacht hatte. Bereits in der vergangenen Woche hatten die japanischen Ermittler das Aggregat untersucht. Die Jaxa verfügt aber über noch speziellere Möglichkeiten, herauszufinden, warum sich die Batterie überhitzt hat. Dies kann viele Ursachen haben, zum Beispiel eine Überanspruchung, ein Problem mit der Stromversorgung oder mangelnde Belüftung.

Am Mittwoch vergangener Woche war ein Dreamliner der der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) in Takamatsu notgelandet, nachdem Rauch entstanden und von der Batterie des Fliegers ein starker Geruch ausgegangen war. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verhängte vergangene Woche wegen Zwischenfällen mit brennenden Batterien an Bord von Dreamlinern ein weltweites Flugverbot für alle im Einsatz befindlichen 50 Maschinen. Boeing stoppte daraufhin am Freitag die Auslieferung des Dreamliner.

Boeing baut beim Dreamliner Lithium-Ionen-Batterien ein, weil sie leichter und leistungsfähiger sind als herkömmliche Nickel-Cadmium-Batterien. Die Entwicklung des aus Leichtmaterial gebauten und damit treibstoffsparenden Dreamliners war als Meilenstein in der Luftfahrt gefeiert worden. Die Lithium-Ionen-Batterien können aber leicht heiß werden und dann Feuer fangen.

In Japan konzentriert sich die Untersuchung der Notlandung auf den Boeing-Zulieferer GS Yuasa, der Batterien für die 787-Maschinen herstellt. Das Verkehrsministerium in Tokio hob allerdings hervor, dass die Untersuchungen nicht bedeuteten, dass der japanische Zulieferer als Verursacher der Pannenserie beim Dreamliner angesehen

  • afp
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1 Kommentar zu "Boeing 787: Weitere Zulieferer wegen Dreamliner-Panne geprüft"

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  • An sich müssten solche Batterien mit Wärmesensoren ausgerüstet sein, die eine Überhitzung melden. Es ist auch zu prüfen ob die Lithium Batterien ausreichend gekühlt werden. Am Boden ist die Luft wärmer als in 10.000m Höhe.

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