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Boeing im Sparzwang Zulieferer sollen länger auf ihr Geld warten

Der Flugzeugbauer Boeing ändert seine Zahlmodalitäten: Künftig sollen Zulieferer 120 statt bislang 30 Tage auf die Bezahlung einer Rechnung warten. Das entspreche Branchengepflogenheiten, so eine Sprecherin.
Der Flugzeugbauer hat ein Sparprogramm aufgelegt, das auch Zulieferer belasten soll. Quelle: Reuters
Boeing 787 Dreamliner

Der Flugzeugbauer hat ein Sparprogramm aufgelegt, das auch Zulieferer belasten soll.

(Foto: Reuters)

New York Boeing zieht als Teil seines Sparprogramms die Daumenschrauben bei den Zulieferern an. Der Flugzeugbauer werde diese unter anderem nun erst nach 120 Tagen statt bislang 30 Tagen bezahlen, verlautete am Donnerstag aus Unternehmens- und Branchenkreisen. Zudem werde der Airbus -Rivale seine Lager verkleinern und sich darauf verlassen, dass die Zulieferer entsprechende Bestände hielten. Ein Boeing-Sprecherin bestätigte, dass die Bezahlmodalitäten „in Anpassung an die Branchengepflogenheiten“ bei großen Zulieferern geändert würden. Kleinere Unternehmen seien ausgenommen. In den meisten Fällen entsprächen die neuen Bedingungen zudem denen, die die Firmen für ihre eigenen Zulieferer hätten.

Boeing hatte 2012 ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen die Zulieferer ihre Preise um 15 Prozent senkten. Diese erklärten nun, der Chef des Großkonzerns, Dennis Muilenburg, habe eine neue Kürzungsrunde eingeläutet. „Ich war in einem Meeting mit Dennis, in dem er ausdrücklich auf die Notwendigkeit einging, von den Zulieferern weitere Kostenreduzierungen zu erhalten“, sagte Dave Gitlin, Präsident von United Technologies Aerospace Systems (UTX). Sein Unternehmen habe den verzögerten Zahlungen nicht zugestimmt, weil es selbst auf seine Zahlungsströme achten müsse. Der Chef des Zulieferers Mitsubishi Heavy Industries, Shunichi Miyanaga, erklärte, sein Unternehmen habe zu diesem Punkt noch keine Entscheidung getroffen.

Muilenburg hat angekündigt, die operative Gewinnmarge von Boeing bis 2020 auf Werte um die 15 Prozent heben zu wollen. Nach Daten von Thomson Reuters lag sie im vergangenen Jahrzehnt im Durchschnitt bei 6,9 Prozent, während Erzrivale Airbus auf 3,7 Prozent kommt. Damit liegen die Flugzeughersteller deutlich hinter den Gewinnmargen bei vielen ihrer Zulieferer: UTX liegt den Daten zufolge bei etwa 16 Prozent.

Das sind die teuersten Flugzeuge der Welt
Platz 10: Boeing 737-Max
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Die 737 ist Boeings Verkaufsschlager. Besonders die spritsparende Max-Variante des Mittelstreckenjets findet reißenden Absatz. In der größten Version, 737-Max 9, ist das Flugzeug laut Liste für 113,3 Millionen Dollar zu haben. Die günstigste Version der Baureihe ist die 737-700, die 78,3 Millionen Dollar kostet.

Die Listenpreise der Hersteller bieten nur einen Rahmen. Mit den Endpreisen stimmen sie in der Regel nicht überein. Die Hersteller gewähren hier in der Regel deutliche Preisnachlässe.

Hinweis: Airbus-Preisliste für das Jahr 2015, Boeing für 2014.

(Foto: dpa)
Platz 9: Airbus A321neo
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Spritsparen ist das Gebot der Branche. Was bei Boeing die Max-Variante, ist bei Airbus „Neo“. Auch das größte Modell der A320-Familie, die A321, wird in der Neo-Variante angeboten. Listenpreis: 124,4 Millionen Dollar. Hier im Bild die A320neo, sie kostet 106,2 Millionen Dollar. Die kleinere A318 bietet Airbus bereits für 74,3 Millionen Dollar an.

(Foto: Reuters)
Platz 8: Boeing 767
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191,5 Millionen Dollar muss berappen, wer sich eine 767 von Boeing in den Hangar stellen will. Die Goldenen Zeiten hat das Flugzeug allerdings hinter sich, es wird kaum noch bestellt.

(Foto: dapd)
Platz 7: Airbus A330neo
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Der neue Airbus A330neo wurde erst im Sommer 2014 vorgestellt. In der größeren Version A330-900neo kostet der Flieger 284,6 Millionen Dollar. Die Maschine löst die A330-300 ab, die gut 30 Millionen Dollar günstiger war.

(Foto: PR)
Platz 6: Boeing 787-Dreamliner
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Boeings neue Großvariante des 787-Dreamliner ist gleich knapp 80 Millionen Dollar teurer als die 787-8. Mit einem Listenpreis von 297,5 Millionen Dollar ist das Flugzeug auch eins der teuersten der Welt. Ab 2018 soll es erstmals an eine Airline ausgeliefert werden.

(Foto: PR)
Platz 5: Boeing 777-300
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Die „Triple Seven“ ist ein gefragtes Modell. Das Flugzeug punktet mit seiner großen Reichweite. Der Preis beträgt laut Liste 330 Millionen Dollar. Bald ist die 777 auch als spritsparende Variante erhältlich.

(Foto: dpa)
Platz 4: Airbus A350
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Wir nähern uns den Top drei: Erst seit Anfang 2015 ist der neue Airbus A350 im Dienst. Die große Version des Langstreckenjets A350-1000 (im Bild unten) ist für 351,9 Millionen Dollar zu haben. Die A350-900 (oben) kostet laut Liste 304,8 Millionen. Insgesamt hat Airbus die durchschnittlichen Listenpreise seiner Flugzeuge von 2014 auf 2015 um 3,27 Prozent erhöht.

(Foto: PR)
  • rtr
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