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Boeings Dreamliner 787 US-Flugaufsicht warnt vor totalem Stromausfall

Die US-Flugaufsichtsbehörde hat vor einem potenziell gefährlichen Softwareproblem in Boeings 787 Dreamliner gewarnt. Demnach kann unter bestimmten Umständen plötzlich das gesamte Stromsystem der Maschine ausfallen.
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  • dpa
Die FAA weist als Konsequenz die Fluggesellschaften an, die elektrischen Systeme in Abständen für kurze Zeit zu deaktivieren. Quelle: AFP
Boeings Dreamliner 787

Die FAA weist als Konsequenz die Fluggesellschaften an, die elektrischen Systeme in Abständen für kurze Zeit zu deaktivieren.

(Foto: AFP)

Washington Die amerikanische Flugaufsichtsbehörde hat offenbar ein schwerwiegendes Problem an Boeings 787 Dreamliner entdeckt. Demnach könne das gesamte Stromsystem der Maschine unvermittelt ausfallen – und das Flugzeug so unkontrollierbar werden.

Nach einer am Freitag veröffentlichten FAA-Flugtauglichkeitsdirektive kann das Problem auftauchen, wenn ein Jet ohne Unterbrechung 248 Tage ununterbrochen an Strom angeschlossen ist. Dann könnten Software-Zähler in den Kontrolleinheiten des Hauptgenerators überlaufen und diese in einen Schutzmodus versetzen. Wenn alle vier Einheiten auf einmal eingeschaltet seien, bestehe somit die Gefahr eines völligen Stromausfalls. Das Problem habe Boeing bei eigenen Labortests festgestellt.

Die FAA weist als Konsequenz die Fluggesellschaften an, die elektrischen Systeme in Abständen für kurze Zeit zu deaktivieren. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, sind solche Abschaltungen nach Angaben von Boeing aber bereits bei Wartungsarbeiten praktisch gang und gäbe. Der Zeitung zufolge gilt die Direktive für mehr als zwei Dutzend Dreamliner, die von US-Fluggesellschaften eingesetzt werden. Es sei aber zu erwarten, dass sich auch Regulierer im Ausland anschließen. Außerdem werde an einer Behebung des Software-Problems gearbeitet.

Die Problemflieger
File photo of a 787 Dreamliner passenger jet in Manchester
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Boeing 787 „Dreamliner“

Er fliegt wieder. Nach zweimonatiger Zwangspause hat der US-Flugzeugbauer sein Prestigeobjekt mit einem neuen Batteriesystem wieder in die Luft geschickt. Bei einem zweistündigen Testflug das neue Lithium-Ionen-Batteriesystems getestet. Die Probleme mit dem Dreamliner sind damit aber noch nicht ausgestanden. "Sie zu lösen ist unsere oberste Aufgabe 2013", sagte Jim McNerney, Vorstandschef von Boeing. 

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 29971012 FILE - This Feb. 5, 2013 file photo shows a line of Boeing 787 jets parked nose-to-tail at Paine Field in Everett, Wash. Congre
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Boeing 787 „Dreamliner“

Alle weltweit 50 ausgelieferten Dreamliner sind seit Mitte Januar am Boden, nachdem sich in zwei Maschinen Batterien überhitzt hatten und in Brand geraten waren. Einer der betroffenen Langstreckenflieger vom Typ 787 parkte dabei am Flughafen von Boston, ein anderer musste in Japan notlanden. Verletzt wurde niemand. Boeing erwartet "keinen nennenswerten finanziellen Einfluss" durch den Ausfall der 787. Der Gesamtverlust wird auf 550 Millionen Dollar geschätzt.

(Foto: AP/dpa)
Dreamliner Difficulties
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Boeing 787 „Dreamliner“

Nach Aussage von McNerney will Boeing in diesem Jahr 60 Dreamliner ausliefern. Das ist ein Zugeständnis an die technischen Probleme des 2011 in Dienst gestellten Kunststoffjets. Analysten hatten mit rund 90 gerechnet. Derzeit untersuchen die Aufsichtsbehörden die Lithium-Batterien in der 787, die mehrfach Feuer fingen und zu Notlandungen oder Flugabbrüchen führten.

(Foto: dapd)
Visitors look at a model of an Airbus A350 XWB Prestige passenger jet in Geneva
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Airbus A350

Seit mehr als sieben Jahren arbeitet Airbus an der neuen Fliegerfamilie. Genau wie das eingeführte Boeing-Erfolgsmodell 777 wird die A350 mit zwei statt vier Triebwerken auskommen. Und ebenso wie Boeings 787-Dreamliner-Familie erhält auch die A350 einen Rumpf aus Kohlefaser.

(Foto: Reuters)
Startschuss für A350-Produktion in Deutschland
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Airbus A350

Auch Airbus musste den Zeitplan wegen technischer Probleme schon zweimal nach hinten verschieben. Aus den Probleme des Konkurrenten Boeing beim Dreamliner will Airbus lernen: Statt Lithium-Ionen-Batterien wurden bei der A350 Nickel-Cadmium-Akkus eingesetzt. "Das Projekt bleibt herausfordernd, wir haben keine zeitlichen Puffer mehr", warnt EADS-Chef Thomas Enders. 

(Foto: dpa)
The vertical tail wing of the first Airbus A350 is seen on the final assembly line in Toulouse
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Airbus A350

Im Sommer soll der Flieger auf der Luftfahrtmesse in Paris seine Premiere feiern. Doch Enders warnt bereits : "Die Phase des Programms, die nun vor uns liegt, ist extrem risikoreich." Die Erstauslieferung wurde bereits auf das zweite Halbjahr 2014 verschoben. "Jede Verzögerung des Zeitplans führt zu höheren Rückstellungen", warnte Enders. Im vergangenen Jahr musste EADS Rückstellungen in Höhe von 124 Millionen Euro für den A350 vornehmen.

(Foto: Reuters)
Farnborough International Airshow
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Airbus A380

Der Riesenjumbo ist seit Jahren der Seuchenvogel des Airbus-Konzerns. Schon die ersten Auslieferungen der A380 mussten mehrfach verschoben werden. Die Ingenieure bekamen die Verkabelung des Riesenfliegers nicht in den Griff. "Wir haben die Komplexität des Flugzeugs unterschätzt", räumte der damalige Airbus- und heutige EADS-Chef Thomas Enders ein. 2010 würde der A380 erstmals einen positiven Beitrag zum Gewinn des Unternehmens leisten, so die Prognose damals. Davon ist der Riesenvogel noch weit entfernt.

(Foto: dpa)
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