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Börsenaufsicht BMW zahlt wegen dubioser Verkaufszahlen Millionenstrafe in USA

Der deutsche Autobauer soll missverständliche Angaben zu seinen US-Absatzzahlen gemacht haben. BMW kooperierte bei den Ermittlungen und minderte damit das Strafmaß.
25.09.2020 - 01:55 Uhr Kommentieren
Der deutsche Autohersteller akzeptierte die Geldstrafe der SEC. Quelle: AFP
BMW

Der deutsche Autohersteller akzeptierte die Geldstrafe der SEC.

(Foto: AFP)

Washington Den deutschen Autobauer BMW kommen angeblich irreführende Angaben zu seinen Absatzzahlen in den USA teuer zu stehen. Das Unternehmen und zwei Tochterfirmen zahlen im Rahmen eines Vergleichs eine Geldstrafe von 18 Millionen Dollar (15,4 Mio Euro), wie die US-Börsenaufsicht SEC am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Nach Angaben der Behörde hatte BMW seine Zahlen zum Absatzvolumen auf dem US-Automarkt von 2015 bis 2019 mit verschiedenen dubiosen Methoden aufgehübscht. Dadurch hätten interne Zielmarken erreicht werden sollen, zudem habe das Unternehmen öffentlich besser im Konkurrenzkampf mit anderen Premium-Anbietern dastehen wollen.

BMW bestätigte auf Anfrage, die Geldstrafe akzeptiert zu haben. Das Unternehmen sei froh, die Angelegenheit aus der Welt geschafft zu haben, hieß es in einer Stellungnahme. Ein US-Sprecher von BMW behauptete indes, dass dem Konzern von der SEC kein absichtliches Fehlverhalten vorgeworfen worden sei und die meisten der beanstandeten Vergehen bereits über drei Jahre zurücklägen. BMW teilte mit, dass die SEC-Untersuchung Ende 2019 begonnen habe.

Die Börsenaufsicht störte sich laut ihrer Mitteilung insbesondere daran, dass die US-Konzerntochter BMW Capital die zweifelhaften Angaben zu den Verkaufszahlen auch Investoren und Ratingagenturen gegenüber gemacht habe. Dadurch seien bei der Ausgabe von Unternehmensanleihen im Volumen von rund 18 Milliarden Dollar irreführende Informationen verbreitet worden.

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    Die SEC hob jedoch hervor, dass BMW trotz Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie bei den Ermittlungen gut kooperiert habe. Dies sei beim Strafmaß berücksichtigt worden. Vor einem Jahr hatte die Behörde bereits dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler eine Strafe von 40 Millionen Dollar wegen Irreführung von Investoren durch angeblich frisierte Verkaufszahlen aufgebrummt.

    Mehr: BMW ist scheinbar im Visier der US-Börsenaufsicht SEC. Der deutsche Autobauer kooperiert laut einem Sprecher bei den Ermittlungen.

    • rtr
    • dpa
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