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Börsengang der Energiesparte Siemens hält an Zeitplan für Konzernaufspaltung trotz Coronakrise fest

Siemens will offenbar die Energiesparte wie geplant im Herbst an die Börse bringen. Dazu müsste im Sommer eine außerordentliche Hauptversammlung abgehalten werden.
17.03.2020 - 07:22 Uhr Kommentieren
„Die rechtliche Trennung aller Siemens-Energy-Aktivitäten von den übrigen Siemens-Aktivitäten soll bis Ende März 2020 größtenteils abgeschlossen sein“, bekräftigte der Konzernchef im Februar. Quelle: AFP
Joe Kaeser

„Die rechtliche Trennung aller Siemens-Energy-Aktivitäten von den übrigen Siemens-Aktivitäten soll bis Ende März 2020 größtenteils abgeschlossen sein“, bekräftigte der Konzernchef im Februar.

(Foto: AFP)

München Es ist einer der größten Umbauten in der 173-jährigen Geschichte von Siemens: Deutschlands größter Technologiekonzern will das Energiegeschäft abspalten und im Herbst an die Börse bringen. An diesem Plan will der Konzern trotz der Unsicherheiten im Zuge der Coronakrise festhalten. „Der Zeitplan steht weiter“, hieß es in Konzernkreisen. Derzeit sei nicht erkennbar, dass der Plan verschoben werden müsse.

Der Zeitplan ist allerdings ehrgeizig. „Die rechtliche Trennung aller Siemens-Energy-Aktivitäten von den übrigen Siemens-Aktivitäten soll bis Ende März 2020 größtenteils abgeschlossen sein“, bekräftigte Konzernchef Joe Kaeser im Februar. Anschließend soll das Geschäft, das für immerhin 40 Prozent der Siemens-Umsätze steht, verselbstständigt werden. Dabei sollen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Siemens AG am 9. Juli über die Abspaltung in Form eines sogenannten Spinoffs abstimmen.

Vor allem dieser Tag ist ein wichtiger Meilenstein. Daimler zum Beispiel hatte seine für den 1. April geplante Hauptversammlung verschoben. Siemens hat zeitlich noch deutlich mehr Luft. Doch das außerordentliche Aktionärstreffen ist unabdingbare Voraussetzung für den Abspaltungsplan.

Die Börsennotierung der neuen Siemens Energy ist für Ende September geplant. Zwar wird auch im Siemens-Umfeld nicht bestritten, dass das Börsenumfeld aktuell denkbar ungünstig ist. Allerdings ist kein klassischer IPO (Initial Public Offering) geplant, bei dem Aktien zum Börsenstart verkauft werden müssen. Die Anteilsscheine werden im Zuge des Spinoffs automatisch in die Depots der Siemens-Aktionäre gebucht. So waren die Münchener beim Börsengang von Osram auch einen Teil ihrer Anteile losgeworden.

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    Kaeser hatte erklärt, die Siemens AG werde „als Ankeraktionär mit einer Minderheitsbeteiligung“ an Siemens Energy beteiligt bleiben. Laut Industriekreisen könnte es um ein Paket von gut 30 Prozent gehen, weitere Ankeraktionäre seien willkommen.

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    Unabhängig von Corona stehen wichtige Entscheidungen an. So ist der formale Sitz der neuen Siemens Energy noch nicht benannt. Laut Industriekreisen gibt es intern zudem Diskussionen, ob noch eine Abschreibung auf Dresser Rand notwendig werden könnte. Siemens hatte den US-Kompressorenhersteller 2014 für knapp sechs Milliarden Euro übernommen.

    Die Erwartungen an den teuren Zukauf erfüllten sich aber nicht. Zudem werden derzeit die Business-Pläne für Siemens Energy erarbeitet, auch dies sorgt für Diskussionen.

    Im Moment also steht der Zeitplan für die Aufspaltung, auch wenn Siemens selbst die Pläne derzeit nicht kommentiert. Doch sagen Insider auch, dass es keine Garantien gebe, dass alles wie geplant klappt: „Niemand weiß, wie die Welt in einigen Wochen oder Monaten aussieht.“

    Mehr: Siemens ist mit schwachen Ergebnissen ins neue Geschäftsjahr gestartet.

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