Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Branchentreffen in Bochum Chinesischer Autobauer Geely umkurvt Gerüchte um Daimler-Einstieg

Seite 2 von 2:
Der etablierten deutschen Konkurrenz die Stirn bieten
Steigt der Geely-Chef bei Daimler ein? Quelle: Reuters
Li Shufu

Steigt der Geely-Chef bei Daimler ein?

(Foto: Reuters)

Für Carl-Peter Forster hat bei Geely „eine hochinteressante Reise“ begonnen. Das chinesische Unternehmen funktioniere anders als die europäischen Konkurrenten. Bei Geely werde „bewusst nicht auf Synergien gesetzt“, sagt der deutsche Automanager in chinesischen Diensten. Die einzelnen Töchter könnten vergleichsweise selbstständig und unabhängig arbeiten.

Li Shufu stehe unwiderruflich zu seinen Unternehmen, wenn er sich einmal für einen Einstieg entschieden habe. „Er sieht sich dazu verpflichtet, dann auch wirklich zu investieren“, betont Forster. Deshalb sei auch der Wiederaufstieg der Volvo Pkw gelungen – es habe die erforderlichen Investments durch Geely gegeben. Dem chinesischen Konzern sei es auch zu verdanken, dass Großbritannien nach vielen Jahren wieder eine neue Autofabrik bekommen habe – durch den Start der Produktion der neuen Generation der London Taxis.

Geely beginnt zudem den weltweiten Aufbau einer komplett neuen Automarke, die es im Premiumbereich mit den etablierten deutschen Herstellern aufnehmen soll. Die Modelle der Marke Lynk & Co werden in China bereits verkauft, nach und nach soll das neueste Geely-Projekt auch rund um den Globus vertreten sein.

Die Chinesen wollen damit beweisen, dass sie Premiumautos sehr kostengünstig herstellen und vermarkten können. Der größte Einsparfaktor: Lynk & Co verzichtet auf Händler, der Hersteller will die Fahrzeuge komplett eigenständig vertreiben.

Experten sind optimistisch, dass Li Shufu mit seinem Geely-Konzern dauerhaft Erfolg haben wird. Geely sei eines der am stärksten in China wachsenden Unternehmen, betont Automobilprofessor Ferdinand Dudenhöffer. Bei Digitalisierung und Elektrifizierung werde Geely „einer der Gewinner sein“.

Europa soll auf jeden Fall zu den Regionen gehören, in der Geely weiter investieren werde, hatte Konzernchef Li Shufu zuvor per Videobotschaft verkündet. „Europa ist wichtig für die weitere Entwicklung unserer Marken“, betonte er. Und wer weiß, vielleicht wird auf absehbare Zeit auch Daimler ein wenig dazu gehören.

Der Aufsichtsrat will mit Geely beweisen, dass Premiumautos kostengünstig hergestellt werden können. Quelle: dpa
Carl-Peter Forster (Archivbild)

Der Aufsichtsrat will mit Geely beweisen, dass Premiumautos kostengünstig hergestellt werden können.

(Foto: dpa)
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Branchentreffen in Bochum - Chinesischer Autobauer Geely umkurvt Gerüchte um Daimler-Einstieg

3 Kommentare zu "Branchentreffen in Bochum: Chinesischer Autobauer Geely umkurvt Gerüchte um Daimler-Einstieg"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr [email protected] manchmal nach den Tip vom Fink, stimmt immer was der Baron so schreibt. Danke weiter so.

  • Herrn Carl-Peter Forsters, Aufsichtsrat von Geely Kommentar „reine Spekulation“ hört sich fast so lustig an wie damals die Kommentare von Porsche als sie massiv VW Anteile erworben haben. Frei nach dem Motto: "Ich darf nichts sagen, sag ich halt REINE SPEKULATION."

  • Das Investment-Genie hat´s gewusst,
    - und das schon im August!
    Dann reimt er auch noch viel schöner und ist auch noch so herrlich politisch unkorrekt.
    Chapeau, Herr Baron!
    "China Autos lieben wir, Geely halten wir, die Finken. Lasst die deutschen Diesel stinken. Ha Ha Ha"
    "Deutsche Technik chinesischer Fleiß, das ist der europäischen Arbeitsplätze Preis."
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/medienbericht-chinesischer-autobauer-geely-koennte-bei-daimler-einsteigen/v_detail_tab_comments/20920656.html

Serviceangebote