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Branchenverband Neue Cheflobbyistin für die Autoindustrie – Hildegard Müller soll den VDA leiten

Die Autokonzerne legen sich fest: Hildegard Müller soll neue VDA-Präsidentin werden. Sie muss nun das angeschlagene Verhältnis zur Politik verbessern.
27.11.2019 Update: 27.11.2019 - 11:14 Uhr Kommentieren
Die Politikerin soll den VDA leiten - und gilt als exzellent vernetzt. Quelle: dpa
Hildegard Müller

Die Politikerin soll den VDA leiten - und gilt als exzellent vernetzt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die frühere Staatsministerin Hildegard Müller wird die Leitung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) übernehmen. Darauf hat sich der Vorstand der Interessenvertretung im Grundsatz geeinigt, wie das Handelsblatt aus Industriekreisen erfahren hat; zuerst hatte der Journalist Gabor Steingart in seinem „Morning Briefing“ darüber berichtet. Im VDA-Vorstand sind die Vorstandschefs der Hersteller sowie der größten Zuliefererbetriebe vertreten. Die Personalie soll zeitnah verkündet werden.

Müller gilt als Netzwerkerin und Strippenzieherin, mit engen Verbindungen zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Jahr 2005 hatte die Kanzlerin die heute 52-Jährige zur Staatsministerin berufen. Später folgte der Wechsel in die Industrie, zunächst als Chefin des Energieverbands BDEW und dann als Vorständin des Versorgers Innogy.

Von ihrer Expertise will die Autoindustrie nun profitieren. Das Verhältnis zwischen Politik und der Branche hat in den vergangenen Jahren stark gelitten, da sich die Autobauer strikt gegen strengere Umweltstandards gewehrt hatten. Diese Blockade brach zusammen, als die Behörden VW und anderen Herstellern den systematischen Betrug bei der Zulassung von Dieselfahrzeugen nachgewiesen hatten.

Mit der nun laufenden Umstellung von Verbrennungsmotoren auf elektrische Antriebe ist die Branche auf die Unterstützung der Politik angewiesen, wie ein hochrangiger Manager eines Autobauers berichtet. Ohne den Bund werde es schwer, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos zu errichten.

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    Für den Posten des VDA-Präsidenten hatten sich die Autofirmen zunächst auf Sigmar Gabriel (SPD) geeinigt. Müller galt da als sehr gute Nummer zwei, wie ein Automanager sagte. Nach der Absage Gabriels wurde Müller zur Favoritin. Dies galt auch, als der EU-Kommissar Günther Oettinger Ansprüche auf den Posten angemeldet hatte.

    Mit der Entscheidung für Müller, die Mitglied der CDU ist, schaffen die VDA-Mitglieder nun Klarheit an der Spitze des Lobbyverbandes. Dies sei auch wichtig, da die Bundesregierung habe wissen wollen, mit wem sie sich zukünftig auseinandersetzen müsse.

    Müller soll dem Vernehmen nach mit rund einer Million Euro eine höhere Jahresvergütung als Amtsinhaber Bernhard Mattes erhalten. Sie sei nach ihrer Zeit bei Innogy ein anderes Gehaltsniveau gewohnt und habe dies auch durchdrücken können, hieß es in der Branche. Mattes hatte im September seinen Rückzug von der VDA-Spitze erklärt. In der Branche war dies allgemein begrüßt worden, da ihm die Drähte in die Politik gefehlt hätten. Der VDA äußerte sich nicht zu der Personalie.

    Mehr: Fehlende Stromtankstellen behindern den Erfolg von Elektroautos. Kanzlerin Merkel will nun den politischen Rahmen für den Aufbau der Infrastruktur schaffen.

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