Brasilien Siemens will Kartellvorwürfe aufklären

Hat es illegale Preisabsprachen gegeben? Siemens soll in Brasilien an einem Kartell beteiligt gewesen sein. Nun zeigt sich der Konzern hilfsbereit – und will mit der Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung kooperieren.
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Licht ins Dunkel: Siemens verpflichtet sich, bei der Aufklärung von Kartellvorwürfen mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren. Quelle: Reuters

Licht ins Dunkel: Siemens verpflichtet sich, bei der Aufklärung von Kartellvorwürfen mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren.

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São PauloSiemens hat der brasilianischen Staatsanwaltschaft volle Zusammenarbeit bei der Aufklärung einer mutmaßlichen Kartellbildung zugesichert. Eine entsprechende Vereinbarung unterschrieb das Unternehmen am Donnerstag mit der zuständigen Ermittlungsbehörde. Der Präsident von Siemens do Brasil, Paulo Stark, bezeichnete dies als einen großen Schritt auf dem Weg, die Verantwortlichkeiten in dem Fall zu klären.

Hintergrund sind Verträge und Ausschreibungen aus den Jahren 1998 bis 2007. Dabei soll es illegale Preisabsprachen bei Kauf, Wartung und Betrieb von Zügen für die U-Bahn der Millionenmetropole São Paulo gegeben haben. Mutmaßlich beteiligt sind ein Dutzend Firmen, darunter auch das Unternehmen Siemens in Brasilien, das den Fall durch Selbstanzeige ins Rollen brachte.

Siemens habe sich durch die Vereinbarung verpflichtet, Dokumente zur Verfügung zu stellen sowie den Zugang zu Zeugen innerhalb und außerhalb Brasiliens zu erleichtern, hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft. Für etwaige Zeugen will das Unternehmen gegebenenfalls Anreise- und Unterbringungskosten übernehmen.

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  • dpa
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