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Brasilien Zementriesen sollen Preise abgesprochen haben

Sechs große Zementkonzerne sollen in Brasilien Preisabsprache betrieben haben. Die Wettbewerbsbehörden wittern ein ausgeklügeltes Kartell-System auf dem nationalen Markt.
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Sechs große Zementkonzerne sollen in Brasilien den Markt unter sich aufgeteilt haben. Quelle: dpa

Sechs große Zementkonzerne sollen in Brasilien den Markt unter sich aufgeteilt haben.

(Foto: dpa)

PauloIn Brasilien stehen sechs große Zementkonzerne, darunter auch der Schweizer Hersteller Holcim, im Visier der Wettbewerbsbehörden. Sie sollen Preise und Produktionsmengen abgestimmt, Absatzmärkte aufgeteilt und Aktionen gegen Konkurrenten abgesprochen haben. Es habe sich der Verdacht auf ein ausgeklügeltes Kartell-System auf dem nationalen Zementmarkt bestätigt, teilte die Wirtschaftsrechtsabteilung (SDE) des Justizministeriums mit. Die Ermittlungen begannen 2006. Holcim wies die Vorwürfe zurück.

Die Entscheidung wurde am Donnerstag im Amtsblatt veröffentlicht. Betroffen sind neben Holcim do Brasil, die portugiesische Cimpor Cimentos do Brasil sowie die brasilianischen Konzerne Votorantim, Camargo Corrêa, Itabira Agro Industrial und die Companhia de Cimento Itambé. Gemeinsam beherrschen sie etwa 90 Prozent des brasilianischen Zementmarktes.

Der Wettbewerbsbehörde empfahl die Rechtsabteilung, die Firmen wegen Kartellbildung zu verurteilen. Den Unternehmen drohen Strafen von bis zu 30 Prozent des Umsatzes des Jahres 2005. Der Holcim-Konzern selbst erklärte am Freitag in einer Stellungnahme, dass er den Folgerungen des Berichtes nicht zustimme. Holcim habe der SDE-Abteilung immer alle Informationen gegeben und sich nicht gesetzeswidrig verhalten.

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  • dpa
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