Bremsen-Hersteller: Neuer Chef will Knorr-Bremse bis 2026 profitabler machen
Bis 2026 soll der Weltmarktführer bei Zug- und Nutzfahrzeug-Bremsen auf einen Umsatzvolumen von bis zu neun Milliarden Euro kommen.
Foto: dpaMünchen. Der neue Knorr-Bremse-Chef Marc Llistosella will den Münchner Bremsen-Konzern in den nächsten Jahren profitabler machen. „Wir müssen Knorr-Bremse nicht neu aufstellen, wohl aber wieder auf Kurs bringen“, sagte Llistosella am Dienstag auf einem Kapitalmarkttag.
Bis 2026 solle der Weltmarktführer bei Zug- und Nutzfahrzeug-Bremsen auf ein Umsatzvolumen von acht bis neun (2022: 7,15) Milliarden Euro kommen und dabei operativ eine Umsatzrendite von mehr als 14 Prozent vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) erwirtschaften. Vor vier Jahren lag die Marge noch bei 15 Prozent, seither war sie nach und nach bis auf 10,1 Prozent abgebröckelt.
Llistosella nimmt dabei auch den Verkauf von Firmenteilen mit einem Umsatzvolumen von bis zu 1,4 Milliarden Euro ins Visier. Der ehemalige Daimler-Manager war im Januar zu Knorr-Bremse gekommen - als vierter Vorstandschef innerhalb von drei Jahren.
Von unrentablen Beteiligungen will er sich trennen. „Wo immer die Analyse zeigt, dass wir uns nicht als beste Eigentümer einzelner Geschäftsbereiche sehen, werden wir konsequent Trennungsschritte einleiten oder Unternehmensteile einem straffen Sanierungsplan unterziehen“, kündigte der Vorstandschef an.
Das lukrative Ersatzteilgeschäft will er dagegen ausbauen. Es gehe darum, die weltweit führende Marktposition zu behaupten: mit einem Marktanteil von 50 Prozent bei Schienenfahrzeug- und von 30 Prozent bei Lkw-Bremsen. Bei Übernahmen werde Knorr-Bremse darauf achten, dass sie profitabel seien und strategisch zum Unternehmen passten.
Knorr-Bremse bekräftigte zum Kapitalmarkttag die Ziele für das laufende Jahr: Der Umsatz soll auf 7,3 bis 7,7 Milliarden Euro steigen, die operative Ebit-Marge soll sich auf 10,5 bis 1,20 Prozent verbessern.