Brenninkmeijer Eine Textildynastie setzt auf Solarzellen

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Q-Cells steht mit seinen Problem nicht alleine da. Der Branche setzt die Zurückhaltung der Banken bei der Vergabe von Krediten für Solaranlagen sowie eine schwache Nachfrage in Spanien zu. Die kalten Temperaturen im Januar und Februar dämpften zudem den Absatz in Deutschland. Der Modulhersteller Solon meldete gestern einen Umsatzrückgang von 76 Prozent auf 38,3 Mio. Euro und rechnet nach einem Verlust in den ersten drei Monaten auch für das laufende Quartal mit einem Verlust.

Solon ist ein wichtiger Kunde von Q-Cells; zudem standen Solon-Manager bei der Gründung des Zellenproduzenten im Jahr 1999 Pate. In der Vergangenheit war daher immer wieder über eine Übernahme durch Q-Cells spekuliert worden. Beide Firmen wiesen das bisher zurück.

Auch Ersol Solar nahm gestern Abend die Prognose zurück. Der Umsatz werde nur bei 330 bis 380 Mio. Euro liegen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 30 bis 60 Mio. Zuvor war Ersol von über 420 Mio. Umsatz und bis zu 90 Mio. Ebit ausgegangen.

Trotz der schwachen Bilanz legte die Aktie von Q-Cells gestern zwischenzeitlich um sieben Prozent zu. Händler begründeten das Kursplus mit Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage aus China. Um bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent des benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, seien 190 Mrd. Dollar nötig, sagte ein Regierungsvertreter gestern.

Analysten zeigten sich hingegen zurückhaltend. Die Bankhäuser Kepler und Equinet bestätigten ihre Verkaufsempfehlung. Kepler-Experte Ingo Queiser rechnet mit einer Erosion der Gewinnmargen. Grund dafür dürfte sein, dass den Kunden in der Krise Preisnachlässe gewährt werden müssten.

Q-Cells-Chef Milner bestätigte dies, verwies aber zugleich darauf, dass auch mit den Lieferanten Rabatte vereinbart wurden.

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