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Brennpunkt Südeuropa BASF will 400 Bauchemie-Stellen streichen

Die Euro-Krise und der damit einhergehende Nachfrageeinbruch sorgen beim Chemieriesen BASF für harte personelle Einschnitte. Europaweit will der Dax-Konzern 400 Stellen streichen - auch in Deutschland.
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Beim weltgrößten Chemiekonzern BASF sollen in der Bauchemie europaweit etwa 400 von weltweit etwa 7.000 Stellen wegfallen. Quelle: dapd

Beim weltgrößten Chemiekonzern BASF sollen in der Bauchemie europaweit etwa 400 von weltweit etwa 7.000 Stellen wegfallen.

(Foto: dapd)

FrankfurtDer Chemiekonzern BASF setzt in seinem Bauchemiegeschäft wegen des Nachfrageeinbruchs in Südeuropa den Rotstift an. Im Zuge eines Spartenumbaus sollen europaweit etwa 400 von weltweit etwa 7000 Stellen in der Bauchemie gestrichen werden, kündigte BASF am Donnerstag an. In Deutschland sollen etwa 70 Stellen wegfallen. Den Beschäftigten sollen - soweit möglich - andere Stellen innerhalb des Konzerns angeboten werden. Der Konzern will sich zudem von einigen Geschäftsteilen in der Sparte trennen, die er nicht mehr zum Kerngeschäft zählt.

"Das Umfeld für die Bauindustrie ist in vielen europäischen Ländern weiterhin sehr schwierig", begründete Spartenleiter Tilman Krauch die Schritte. In Portugal und Spanien sei wegen der geplatzten Immobilienblase die Bautätigkeit auf unter 50 Prozent des Vorkrisen-Niveaus gesunken. In Griechenland seien die Bauaktivitäten wegen der Staatsschuldenkrise sogar auf weniger als 60 Prozent des früheren Umfangs geschrumpft. Die Baukonjunktur verlaufe zudem in Italien in diesem Jahr schwach, und in Großbritannien sei die Bautätigkeit seit 2008 ebenfalls kräftig zurückgegangen. BASF wolle daher Produktion und Vertrieb straffen. Auch in Deutschland, wo die Zahl der Kleinbetriebe etwa bei Fliesenlegern in den vergangenen Jahren zugenommen hat, und in Osteuropa will der Konzern die Geschäfte schlagkräftiger machen.

Trennen will sich BASF vom in der Schweiz ansässigen Geschäft mit Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau. Auch das Geschäft mit Conica-Sportböden steht zum Verkauf. Beide Bereiche stünden nicht im strategischen Fokus des Konzerns. So habe das Geschäft mit Sportbelägen nur wenig Berührungspunkte mit anderen Chemiegeschäften der BASF-Gruppe. BASF ist nach eigenen Angaben weltweit führend im Geschäft mit Chemikalien und Kunststoffprodukten für die Bauwirtschaft. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen in der Sparte einen weltweiten Umsatz von 2,2 Milliarden Euro. Der Gesamtkonzern kam mit seinen weltweit 111.000 Beschäftigten auf einen Jahresumsatz von 73,5 Milliarden Euro.


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