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Brexit-Folgen Porsche bereitet britische Kunden auf höhere Preise vor

Mit dem Brexit droht den deutschen Autoherstellern ein Importzoll von bis zu zehn Prozent. Für den Aufschlag sollen nun die Kunden aufkommen.
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In Großbritannien dürfte es nach einem Brexit noch teurer werden, einen Porsche zu fahren. Quelle: AP
Teure Sportwagen

In Großbritannien dürfte es nach einem Brexit noch teurer werden, einen Porsche zu fahren.

(Foto: AP)

StuttgartEin harter Brexit könnte am Ende auch Porsche-Kunden teuer zu stehen kommen. Der Stuttgarter Sportwagenbauer bereitet seine britischen Kunden auf höhere Preise vor, falls es zu einem harten Brexit kommt. „Eine mögliche Folge der Brexit-Verhandlungen ist die Einführung von Importzöllen in Höhe von bis zu zehn Prozent auf Fahrzeuge, die nach dem 29. März nach Großbritannien importiert werden“, sagt ein Unternehmenssprecher.

Kaufinteressenten in Großbritannien müssen beim Kauf eine entsprechende Preisanpassungsklausel unterschreiben. Es handele sich um eine „vorbeugende Maßnahme“. Es ist das wohl bislang konkreteste und prominenteste Beispiel, wie sich ein deutsches Unternehmen für einen harten Brexit wappnet.    

Porsche will jedenfalls mögliche Zölle auf die Kunden überwälzen. „Unser Anspruch ist es, unsere Kunden möglichst umfassend zu informieren. Dazu zählen auch Hinweise auf Veränderungen, die sich auf den Preis des gewünschten Fahrzeugs auswirken könnten und nicht in unserem Einfluss liegen“, heißt es bei Porsche.

Dass es durch die Kundeninformation zu Absatzeinbußen kommen kann, nehmen die Zuffenhausener in Kauf. „So sind die Kunden beim Verkauf transparent informiert und können bei Bedarf ihren Auftrag entsprechend anpassen“, teilte Porsche mit. Kunden, die am oder vor dem 17. Januar dieses Jahres eine Anzahlung geleistet haben, seien von dieser Veränderung nicht betroffen.

Porsche bereite sich auf alle möglichen Szenarien vor. Der aktuelle Status bedeute für Porsche eine weitere Phase der Ungewissheit und Planungsunsicherheit. „Wie die gesamte Industrie brauchen wir sehr schnell umfassende Klarheit über die Ausgestaltung der zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union“, forderte der Sportwagenbauer.

Großbritannien zählt nach China und den USA zu den wichtigsten Auslandsmärkten von Porsche. Die Zuffenhausener haben keine Fertigung vor Ort und würden von Importzöllen voll getroffen. Ein ähnliches Schicksal droht Porsche in den USA, falls es auch dort im Zuge des Handelskonfliktes zu einer Erhöhung der Importzölle für Autos aus Europa kommen sollte.  

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1 Kommentar zu "Brexit-Folgen: Porsche bereitet britische Kunden auf höhere Preise vor"

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  • Bei der Zielgruppe jucken 10% nicht wirklich, die können es sich leisten.

    Wenn irgendwelche Grundnahrungsmittel oder täglich Notwendiges mal 10% steigt gibt es Randale.