Brillenhersteller Rodenstock unter neuer Leitung

Der Brillenhersteller Rodenstock erhält eine neue Führungsspitze. Oliver Kastalio soll das Unternehmen zukünftig leiten. Und einen neuen Aufsichtsratschef gibt es obendrein.
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Ralf Schumacher macht Werbung für Rodenstock. Quelle: BrauerPhotos/Dominik Beckmann

Ralf Schumacher macht Werbung für Rodenstock.

HB MÜNCHEN. Der krisengeschüttelte Brillenhersteller Rodenstock bekommt eine neue Führungsspitze. Künftig solle der Oliver Kastalio das Münchner Unternehmen leiten, teilte Rodenstock am Mittwoch mit. Der 46-Jährige arbeitete zuletzt beim US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble und war dort für das Parfümgeschäft zuständig.

An die Spitze des Aufsichtsrats setzte der Eigentümer - der britische Finanzinvestor Bridgepoint - Peter Körfer-Schün. Der 65-Jährige war bis 2004 Vorstandschef des Badarmaturenhersteller Grohe und löst den Investmentbanker John Jetter als Vorsitzenden des Gremiums ab.

Die beiden Neuen wollen in ihren ersten hundert Amtstagen eine Strategie zur Weiterentwicklung des strapazierten Unternehmens erarbeiten, erklärte die Firma. Kastalios Vorgänger Olaf Göttgens hatte seinen Posten Ende September Knall auf Fall nach dem gescheiterten Verkauf des Unternehmens an den Finanzinvestor Trilantic hingeworfen. Rodenstock ringt zudem noch immer mit seinen Kreditgebern um eine neue Finanzierung. Das ehemalige Familienunternehmen war wegen eines Schuldenbergs von 300 Millionen Euro in der Wirtschaftskrise unter Druck geraten.

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