Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bundeskanzler Schröder und BDI-Präsident Thumann kündigen Langfrist-Strategie an Deutsche Industrie sorgt sich um Zugang zu Rohstoffen

Seite 2 von 3:

Thumann erwartet nicht, dass sich die Lage auf den Rohstoffmärkten kurzfristig entspannt. Weltweit gebe es zwar genügend Reserven, das Angebot sei aber wenig flexibel. Beispielsweise dauere die Erschließung neuer Kohlevorkommen acht bis zehn Jahre. Besorgt zeigte er sich auch über die zunehmende Marktmacht einiger Rohstoffkonzerne. Bei Eisenerz etwa kontrollierten drei Unternehmen fast drei Viertel des weltweiten Angebots. Teure Rohstoffe belasten inzwischen fast die gesamte deutsche Industrie. Für Kokskohle, Stahl und Rohöl hätten die Unternehmen 2004 Höchstpreise gezahlt. Grund war neben dem starken Wachstum der Weltwirtschaft die immense Rohstoffnachfrage aus China, sagte Thumann.

Schröder plädierte dafür, bei der Versorgungssicherheit auch auf heimische Rohstoffe zu setzen. Dabei könne Kokskohle auch ohne weitere Subventionen einen wichtigen Beitrag leisten: „Dies ist eine unternehmerische Herausforderung“, sagte er. Die RAG, der frühere Bergbaukonzern Ruhrkohle, hatte das Projekt einer neuen Kokskohlenzeche im Herbst ins Spiel gebracht.

RAG-Chef Müller rechnet bereits kurzfristig mit einer Entscheidung über den Neubau einer Kokerei. Diese will die RAG gemeinsam mit drei Stahlherstellern finanzieren und betreiben. „Bis Ende März müssten wir definitiv Klarheit haben“, sagte er. Wie das Handelsblatt aus Kreisen der beteiligten Unternehmen erfuhr, ist allerdings der Verkokungspreis noch strittig. Angeblich fordere die RAG einen Preis von 50 Euro je Tonne, den die Stahlhersteller nicht akzeptieren wollen.

Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote