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Bundeswirtschaftsminister Altmaier kritisiert deutsche Autohersteller für unattraktive Elektroautos

Der CDU-Minister rügt Daimler, BMW und VW für mangelnde Attraktivität bei ihren E-Autos. Beim autonomen Fahren räumt VW-Chef Diess Rückstände ein.
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Der Bundeswirtschaftsminister (CDU) hat die deutsche Autoindustrie scharf kritisiert. Quelle: AFP
Peter Altmaier

Der Bundeswirtschaftsminister (CDU) hat die deutsche Autoindustrie scharf kritisiert.

(Foto: AFP)

Berlin Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat scharfe Kritik an den Elektroautos deutscher Hersteller geäußert. Bei einer von der Zeitung „Welt“ organisierten Konferenz in Berlin sagte der Minister zu den Chefs der größten deutschen Autokonzerne: „Ich frage mich wirklich, wann Sie, Herr Zetsche, oder Sie, Herr Diess, oder Herr Krüger von BMW in der Lage sein werden, ein Elektroauto zu bauen, das nur halb so sexy ist wie ein Tesla. Was die Attraktivität Ihrer E-Autos betrifft, könnten Sie tatsächlich noch einige frische Ideen einbringen.“

Bei dem Treffen ging es neben dem Thema E-Mobilität auch um allgemeine Rückstände in der deutschen Autoindustrie. Dabei wurde auch das Thema autonomes Fahren angesprochen. Volkswagen-Chef Herbert Diess räumte Rückstände bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos ein. „Doch wir sind entschlossen aufzuholen. Das Spiel ist noch nicht verloren“, sagte Diess. Zudem betonte er, dass beim autonomen Fahren viel von der staatlichen Regulierung abhänge.

Daimler-Chef Dieter Zetsche ergänzte, die Entwicklung von autonom fahrenden Autos müsse Hand in Hand mit den Regulierern vorangetrieben werden. „Was wir nicht wollen, ist eine Regulierung, die der Industrie völlig freie Hand lässt, die einfach alles durchwinkt“, sagte Zetsche. Bei einem zu forschen Vorgehen drohe ein Scheitern.

Zetsche wagte zudem eine Zukunftsprognose. Autonom fahrende Autos würden sich zunächst bei Lkws, Nutzfahrzeugen und auf Autobahnen durchsetzen, ehe der Betrieb von sogenannten „Robotaxis“ – also autonom fahrenden Fahrzeugen zur Personenbeförderung – starten könne.

Die derzeitige Zahl von 320 Toten bei Unfällen mit autonom fahrenden Autos sei zudem eine „Katastrophe“. Die Technik der Fahrzeuge müsse absolute Verlässlichkeit bieten und zu einer drastischen Senkung der Zahl der Verkehrstoten führen. „Die Roboterautos müssen 100- bis 1.000-mal besser sein als der Mensch. Und da wird es dann technisch richtig kompliziert.“

Wirtschaftsminister Altmaier sieht ebenfalls Rückstände bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos. Er sei aber „sicher, dass das komplett fahrerlose Fahren kommt. Vielleicht etwas später, als wir vor zwei, drei Jahren dachten“, sagte er laut „Welt am Sonntag“. „Die deutsche Automobilindustrie ist absolut stark darin, hochwertige Fahrzeuge zu entwickeln, zu bauen und zu verkaufen. Dieses Wissen kann den einen oder anderen Rückstand ausgleichen, den wir bei der Entwicklung von digitalen Plattformen haben.“

Neben den Elektroautos und dem autonomen Fahren ging es bei dem Treffen auch um den Konzernumbau von Volkswagen. Der Konzern aus Wolfsburg hatte mit manipulierten Abgaswerten die bundesweite „Dieselkrise“ ausgelöst – und fordert nun politische Unterstützung für den Konzernumbau. „Ich hoffe, dass wir wieder eine positivere Haltung zum Auto erreichen“, sagte VW-Chef Diess der Zeitung „Bild am Sonntag“. Wer nur von Umfrage zu Umfrage und von Wahl zu Wahl denke, könne den Wirtschaftsstandort nicht weiterentwickeln. „Leider kann sich zurzeit anscheinend kaum jemand in der deutschen Parteienlandschaft eine positive Perspektive für das Auto vorstellen“, sagte Diess weiter.

Mit Material von Reuters.

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1 Kommentar zu "Bundeswirtschaftsminister: Altmaier kritisiert deutsche Autohersteller für unattraktive Elektroautos"

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  • Da sich der Dieselskandal genau 3Jahre hinzog wie ein "30igjähriger Krieg", haben die Deutschen Automobilhersteller wertvolle Zeit vergeudet um attraktive, elektrische Neuheiten zu entwickeln. Dabei liegen hier in Deutschland wertvolle Patente für eine neueste Neutrino-Energy Antriebstechnologie mit unendlicher Reichweite vor. Internationale Forschungsergebnisse und Lizenzen der Berliner Neutrino Energy Group bieten erstmalig ein Kleinfahrzeug PI, mit unendlicher Reichweite, quasi "aus der Luft betankt" und angetrieben von Tag und Nacht milliardenfach strömenden Neutrinos, welche Energie abgeben. Damit wird ein Meilenstein in der Elektromobilität gesetzt werden. Mit dieser neuen Technologie können weltweit herkömmlichen Material aufwendige Akkus und Batterien abgelöst werden. Herr Wirtschaftsminister Altmeier, bitte informieren Sie die Konzernherrscher, damit die Deutsche Autoindustrie endlich wieder als Vorreiter der Elektromobilität in der Welt ihren neuen Rang findet.

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