Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Burkhard Dahmen SMS Group will zu neuen Ufern aufbrechen

Die Düsseldorfer SMS Group kann ihr Netto-Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr fast verdoppeln. Die Marge aber bleibt bescheiden.
Kommentieren
Burkhard Dahmen hat mit SMS Group große Pläne. Quelle: SMS group GmbH
Erfahrener Stahlmann

Burkhard Dahmen hat mit SMS Group große Pläne.

(Foto: SMS group GmbH)

DüsseldorfNur wenige deutsche Manager kennen die Folgen des weltweiten Überangebots auf dem Stahlmarkt so gut wie Burkhard Dahmen. Seit Jahren schon stemmt der Vorstandschef der Düsseldorfer SMS Group, den Stahlwerksausrüster mit aller Kraft gegen den Branchentrend: Weil die Kunden wegen der anhaltenden Überkapazitäten immer seltener Stahlwerke bauen, setzte Dahmen den Familienkonzern auf Schrumpfkur.

Die zeigt nun erste Wirkungen: Am Montag teilte der Konzern mit, dass der Netto-Gewinn im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund 80 Prozent gestiegen ist. Doch was nach einer deutlichen Verbesserung klingt, ist absolut betrachtet immer noch enttäuschend: Nach Steuern steht ein Jahresüberschuss von nur 917 000 Euro zu Buche. Bei einem Umsatz von 2,9 Milliarden Euro bleibt eine Marge von 0,7 Prozent.

Seit Jahren schon versucht Dahmen, den Traditionskonzern des früheren BDI-Chefs Heinrich Weiss wieder auf Spur zu bringen. Bisher vor allem auf der Kostenseite: Zwischen 2014 und 2017 strich Dahmen rund 1 200 Stellen zusammen, bis 2020 sollen noch einmal 500 dazu kommen. Das kostet: 2017 legte der Konzern 73 Millionen Euro für Restrukturierungen zurück. Ohne diese Ausgaben lag die Marge bei 2,5 Prozent. Zum Vergleich: Der italienische Konkurrent Danieli erzielte im zweiten Halbjahr 2017 eine ähnlich niedrige Netto-Gewinnmarge von 1,7 Prozent.

Um den Turnaround bei SMS endgültig zu schaffen, will Dahmen das Geschäft künftig stärker auf den margenstärkeren Service ausrichten. Abseits der bekannten Ufer wittert der Manager aber auch Neugeschäft etwa in der Hafenlogistik: So hat der Konzern kürzlich ein vollautomatisches Lagersystem für Schiffscontainer entwickelt. Grundlage dafür war das Know-how der SMS im Bau von Walzlagern: Auch hier müssen oft schwere Lasten transportiert werden, ähnlich jenen in Häfen.
Diese Neuorientierung beruht auf einer einfachen Erkenntnis: Wer rastet, der rostet. Selbst in der Stahlbranche. Kevin Knitterscheidt

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Burkhard Dahmen - SMS Group will zu neuen Ufern aufbrechen

0 Kommentare zu "Burkhard Dahmen: SMS Group will zu neuen Ufern aufbrechen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.