BYD, Aiways, MG: Absatzplus von 167 Prozent – Chinas Autohersteller starten in Europa durch
Das chinesische Start-up baut ausschließlich Elektroautos.
Foto: imago images/XinhuaMünchen, Düsseldorf. Dreiste Kopien, schlechte Qualität: Chinesische Autobauer genießen in Deutschland bis heute einen zweifelhaften Ruf. Zu präsent sind bei vielen noch die Bilder, als 2005 bei einem Landwind auf der Branchenmesse IAA ein Türgriff abfiel. Abschreckende Beispiele finden sich auch in der jüngeren Vergangenheit – vom Zotye SR9, einem billigen Klon des Porsche Macan, bis hin zum Suda SA01, der Anfang 2021 beim ADAC-Crashtest komplett durchfiel.
Doch derart miserable Ergebnisse sind längst die Ausnahme. Die Lernkurve der Chinesen sei „extrem steil“, konstatiert ein Topmanager von Mercedes-Benz. Und mit dem Boom elektrischer Antriebe startet die einst verschmähte Konkurrenz nun allmählich in Europa durch.
Konkret konnten Fahrzeughersteller aus dem Reich der Mitte ihren Absatz in der EU, Großbritannien, Norwegen und der Schweiz laut Daten der Analysefirma Jato Dynamics im vergangenen Jahr mehr als verdoppeln – auf rund 66.000 Einheiten. Im Januar und Februar legten die Chinesen mit fast 13.000 ausgelieferten Fahrzeugen in Europa weiter zu. Das entspricht einem Plus von 167 Prozent.