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Caravan-Industrie Reisemobile werden in Deutschland immer beliebter

Die Verkaufszahlen wurden im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent übertroffen. Dafür sorgte vor allem der Outdoor-Trend.
Update: 15.08.2018 - 13:50 Uhr Kommentieren
Zusätzliche Impulse erwarten die Hersteller von der weltgrößten Branchenmesse, dem Caravan Salon in Düsseldorf, am 25. August. Quelle: dpa
Rekordhöhe

Zusätzliche Impulse erwarten die Hersteller von der weltgrößten Branchenmesse, dem Caravan Salon in Düsseldorf, am 25. August.

(Foto: dpa)

Düsseldorf In den Urlaub fahren, ohne auf die eigenen vier Wände zu verzichten: Das wollen mittlerweile immer mehr Bundesbürger. Deshalb dürften in diesem Jahr in Deutschland nach einer Prognose des Caravaning Industrie Verband (CIVD) mehr Reisemobile und Caravans verkauft werden als jemals zuvor.

Rund 70.000 Freizeitmobile werden in diesem Jahr in Deutschland wohl neu zugelassen werden, prognostiziert CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. Das sind noch einmal zehn Prozent mehr als im Vorjahr, als nach gut einem Vierteljahrhundert der bis dahin geltende Rekord aus dem Jahr 1991 übertroffen wurde.

Gründe für den Boom gebe es viele, betont Onggowinarso. Wichtigster Treiber der Entwicklung sei die demografische Entwicklung. Denn die Gruppe der Menschen über 50, die wichtigste Zielgruppe der Branche, wachse deutlich. Gleichzeitig sorge der Outdoor-Trend dafür, dass auch jüngere Familien das Caravaning wieder für sich entdeckten. Außerdem profitiere die Branche vom Niedrigzinsniveau und vom anhaltenden Wirtschaftswachstum in Deutschland.

Dabei ist Caravaning nicht billig. Der Durchschnittspreis für neue Reisemobile lag im vergangenen Jahr bei über 71.000 Euro. Für einen Caravan gaben die Käufer im Durchschnitt knapp 20.000 Euro aus.

Insgesamt sind laut CIVD in Deutschland mehr als 1,1 Millionen Reisemobile und Caravans angemeldet. Der Trend bei den Neuzulassungen geht zu eher kompakten Fahrzeugen, aber gleichzeitig zu immer mehr Komfort. So halten zunehmend elektronische Helfer Einzug in die Reisemobile. Das reicht von Rückfahrkameras und Caravan-Rangiersystemen bis hin zu Apps, die es erlauben, Füllstände von Batterien, Wassertanks und Gasversorgung problemlos zu kontrollieren. Zusätzliche Impulse erwarten die Reisemobil- und Caravan-Hersteller von der weltgrößten Branchenmesse, dem Caravan Salon in Düsseldorf, der am 25. August seine Tore öffnet.

Das haben die Wohnwagen-Neuheiten zu bieten
„Coco“ von Dethleffs – von außen
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Der Allgäuer Hersteller Dethleffs, Pionier des Caravan-Baus, hat seinen im Vorjahr noch als Studie gezeigten „Coco“ mittlerweile in die Serie umgesetzt. „Coco“ fällt besonders von außen auf: Erst recht, wenn im Stand das um die Heckpartie herumgezogene Sonnensegel angebracht ist und die Eigenentwicklung eine Terrasse von 25 Quadratmetern mit einem schattenspendenden Dach entstehen lässt.

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„Coco“ von Dethleffs – von innen
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Der dank neuer Materialien nur noch 733 Kilogramm schwere Wohnanhänger ist auch im Innenraum völlig anders. Designt in einem luftigen Loft-Stil mit hellem und freundlichem Interieur. Zu haben ist der vielfach prämierte Ultraleicht-Wohnwagen zu Preisen ab 18.799 Euro.

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„Coco“ von Dethleffs – Bettumbau
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In dem 4,60 langen und 2,20 Meter breiten Aufbau gibt es jedoch keine fest installierten Betten im „Coco“. Eine wohnliche, großzügige Heck-Lounge lässt sich mittels eines Truhenauszugs und Seitenpolstern allerdings schnell in eine Liege von 2 x 1,55 Metern umbauen.

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Adria Adora 673 PK – von außen
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Nicht ganz so extrem, aber ebenfalls ungewöhnlich präsentiert sich der neue Adria Adora 673 PK. Die Slowenen, die im vergangenen Jahr von der Trigano-Gruppe übernommen wurden und den französischen Konzern damit noch vor der Erwin-Hymer-Gruppe zur neuen Nummer eins in Europa gemacht haben, wenden sich dabei gezielt an Familien, die mit ihren Teenager-Kindern in Urlaub fahren. Denn: Dieser Caravan hat zwei Türen und zwei getrennte Eingänge zum vorderen und hinteren Bereich des 6,75 Meter langen Aufbaus.

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Adria Adora 673 PK – von innen
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Nicht ganz so extrem, aber ebenfalls ungewöhnlich präsentiert sich der neue Adria Adora 673 PK. Die Slowenen, die im vergangenen Jahr von der Trigano-Gruppe übernommen wurden und den französischen Konzern damit noch vor der Erwin-Hymer-Gruppe zur neuen Nummer eins in Europa gemacht haben, wenden sich dabei gezielt an Familien, die mit ihren Teenager-Kindern in Urlaub fahren. Denn: Dieser Caravan hat zwei Türen und zwei getrennte Eingänge zum vorderen und hinteren Bereich des 6,75 Meter langen Aufbaus.

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Bürstner Averso Nordic – von außen
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Dem auch hierzulande spürbaren Trend zu mehr Wintercamping will Bürstner mit dem 2,50 Meter breiten Averso-Nordic-Caravan gerecht werden, der in Skandinavien bereits erfolgreich eingeführt ist. Nun wird er auch hier in zwei Variationen zu haben sein: als 580 TS mit französischem Doppelbett für 27.390 Euro und als 700 TS ab 30.990 Euro.

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Bürstner Averso Nordic – von innen
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Eine starke Heizungsanlage mit zwei Gebläsen, ein Doppelboden unterm Bett und ein separater, beheizter Trocknungsschrank gehören ebenso zur Serienausstattung des Bürstner Averso Nordic wie die breitere 70-cm-Eingangstür. Mit einem optionalen Winterpaket (ca. 3.000 Euro), das eine Warmwasser-Raum- und Fußbodenheizung und ein innen verlegtes Abwassersystem enthält, soll es auch bei kalten Außentemperaturen innen komfortabel und gemütlich zugehen.

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Nicht einmal der Diesel-Skandal konnte dem Reisemobil-Boom bisher etwas anhaben. Bei den Wohnmobilen ist der Selbstzünder weiter der Motor der Wahl. Elektrische Alternativen sucht man bislang weitestgehend vergeblich. Noch fehle es den alternativen Antrieben an Langstreckentauglichkeit und gerade die sei bei Reisemobilen ja gefragt, heißt es in der Branche.

Allerdings denken einzelne Hersteller darüber nach, die Reisemobile zumindest mit einem Hybrid-Antrieb auszustatten, der es den Fahrzeugen ermöglichen soll, zumindest einige Kilometer in der Stadt abgasfrei elektrisch zu fahren.

CIVD-Geschäftsführer Onggowinarso hält den Einfluss des Themas auf die Entwicklung im Reisemobilmarkt ohnehin für begrenzt. Bei den Neuzulassungen habe man vom Diesel-Skandal „nicht viel gemerkt“, sagt er. Schließlich seien die Reisemobil-Fahrer ja auch eher in der Natur, als in den möglicherweise von Fahrverboten betroffenen Städten unterwegs.

Bislang lassen sich die Deutschen die Freude am Wohnmobil-Urlaub durch die Diesel-Debatte auf jeden Fall nicht verderben. Im Gegenteil: Der Verkaufsrekord in diesem Jahr werde noch nicht das letzte Wort sein, ist man in der Branche überzeugt. Auch 2019 rechnet der CVID mit einem neuen Verkaufsrekord bei Freizeitfahrzeugen.

  • dpa
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