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Chemiekalienhändler Ermittlungsverfahren gegen Brenntag wird eingestellt

Brenntag hatte waffenfähige Chemikalien nach Syrien geschickt und wurde angezeigt. Doch das Unternehmen muss wohl keine Konsequenzen fürchten.
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Die Lieferung von Diethylamin und Isopropanol nach Syrien, sei laut Brenntag im Einklang mit dem geltenden Recht getätigt worden. Quelle: dpa
Chemiehändler Brenntag

Die Lieferung von Diethylamin und Isopropanol nach Syrien, sei laut Brenntag im Einklang mit dem geltenden Recht getätigt worden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Duisburger Staatsanwaltschaft wird kein Ermittlungsverfahren gegen den Chemikalienhändler Brenntag wegen dessen Lieferungen an Syrien einleiten. Das bestätigte am Dienstag ein Konzernsprecher. Die Duisburger Staatsanwaltschaft hatte zuvor mitgeteilt, es gebe keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein rechtliches Vergehen des Konzerns.

Drei Nichtregierungsorganisationen – die New Yorker Open Society Justice Initiative, das Berliner Syrian Archive und die Schweizer Organisation Trial International – hatten den Chemikalienhändler im Zusammenhang mit angeblichen Lieferungen waffenfähiger Chemikalien nach Syrien angezeigt.

Brenntag hatte dazu im Juni erklärt, die Lieferung von Isopropanol und Diethylamin durch die Tochtergesellschaft Brenntag Schweizerhall nach Syrien sei im Einklang mit geltendem Recht getätigt worden. Brenntag habe Exportbeschränkungen der EU nicht umgangen, andere Konzerngesellschaften seien nicht involviert gewesen.

Brenntag Schweizerhall habe die Chemikalien 2014 nach der Spezifikation eines Schweizer Pharmaunternehmen zur Herstellung eines Schmerzmittels an das syrische Unternehmen MPI geliefert, einen Lizenzpartner des Schweizer Pharmakonzerns.

Mehr: NGOs werfen Brenntag vor, bei der Lieferung von Chemikalien nach Syrien gegen Vorschriften verstoßen zu haben. Der Chemikalienhändler sieht sich im Recht.

  • rtr
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