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Chemiekonzern Akzo Nobel bereitet sich auf härtere Zeiten vor

Der Umsatz des Chemiekonzerns Akzo Nobel ist um zwei Prozent gesunken, das Betriebsergebnis um sieben Prozent gestiegen. Der Konzernchef hält unterdessen an den Renditezielen 2015 fest.
21.10.2014 - 12:21 Uhr Kommentieren
Der Kurs der Aktie von Akzo Nobel legte am Dienstag zu. Quelle: dapd

Der Kurs der Aktie von Akzo Nobel legte am Dienstag zu.

(Foto: dapd)

Amsterdam Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel stellt sich mit seinem scharfen Sparkurs auf härtere Zeiten ein. Der BASF-Konkurrent, der im Zuge seines Konzernumbaus zuletzt rund 2000 Stellen strich, hielt am Dienstag ungeachtet der sich eintrübenden Konkjunktur an seiner Geschäftsprognose für das nächste Jahr fest. „Wir sind auf Kurs, die Ziele 2015 zu schaffen trotz eines von uns erwarteten sehr schwierigen Umfelds“, erklärte Akzo-Nobel-Chef Ton Büchner bei der Vorlage des Zwischenberichts für das dritte Quartal. Die Anleger reagierten positiv: Der Kurs der Akzo-Aktie schnellte an der Amsterdamer Börse zeitweise mehr als fünf Prozent nach oben.

Der Hersteller von Dulux-Wandfarben und Interpon-Pulverlacken steigerte im dritten Quartal sein Betriebsergebnis (Ebitda) um sieben Prozent auf 487 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt 489 Millionen Euro erwartet. Der Überschuss nahm um fast ein Drittel auf 205 Millionen Euro zu. Der Konzernumsatz sank allerdings leicht um zwei Prozent auf 3,69 Milliarden Euro.

Zwar stieg der Absatz um ein Prozent – ungünstige Wechselkurse und Abspaltungen von Geschäftsteilen dämpften aber die Umsatzentwicklung in den Monaten Juli bis September. Nach Aussage von Konzernchef Büchner schwächten sich alle Märkte mit Ausnahme der USA ab. Dort belebten die niedrigen Energiepreise das Geschäft.

Für das Jahr 2015 strebt Akzo Nobel wie bisher eine Umsatzrendite von neun Prozent an und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von 14 Prozent. Im dritten Quartal lag die Umsatzrendite bei 9,1 Prozent. Der Konzern hatte Ende September 48.000 Beschäftigte - das sind gut 2000 weniger als noch vor einem Jahr. Wie es um die Geschäfte des weltgrößten Chemiekonzerns BASF bestellt ist dürfte am Freitag klar werden. Dann legt der Branchenprimus seine Zahlen zum dritten Quartal vor.

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