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Chemiekonzern BASF investiert in Gemeinschaftsunternehmen für Batteriematerialien in China

Der Chemiekonzern beteiligt sich an einem Joint Venture mit dem chinesischen Anbieter Shanshan. So will BASF seine Kapazität für Kathodenmaterialien ausbauen.
20.05.2021 Update: 20.05.2021 - 16:44 Uhr Kommentieren
In Europa baut BASF bereits sei einiger Zeit sein Batteriematerialien-Geschäft aus und errichtet dafür Anlagen im finnischen Harjavalta sowie in Schwarzheide in Brandenburg. Quelle: dpa
BASF-Fahnen

In Europa baut BASF bereits sei einiger Zeit sein Batteriematerialien-Geschäft aus und errichtet dafür Anlagen im finnischen Harjavalta sowie in Schwarzheide in Brandenburg.

(Foto: dpa)

Frankfurt BASF baut sein Geschäft mit Batteriematerialien weiter aus. Durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Anbieter Shanshan will BASF Zugang zum chinesischen Markt für Batteriematerialien erhalten, wie der Chemiekonzern am Donnerstag mitteilte. Der Markt ist der größte der Welt.

An dem Joint Venture, das in China Kathodenmaterialien und deren Vorprodukte produzieren soll, wird BASF die Mehrheit von 51 Prozent halten, 49 Prozent der Anteile sollen bei Shanshan liegen. BASF plant dabei Investitionen in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags, wie eine Sprecherin sagte.

Den Abschluss der Transaktion erwartet der Konzern im Spätsommer. BASF erhöht seine Jahreskapazität für Kathodenmaterialien durch den Schritt auf weltweit 160 Kilotonnen bis 2022 und will seine Kapazität auch danach weiter ausbauen.

Shanshan ist nach Angaben von BASF ein führender Anbieter von Lithium-Ionen-Batteriematerialien für Elektromobilität und Unterhaltungselektronik und betreibt derzeit vier Produktionsstätten für Kathodenmaterialien und deren Vorprodukte in China mit einer Jahreskapazität von 90 Kilotonnen bis 2022. Die Kathoden-Stoffe gelten als teuerste Teile einer Lithium-Ionen-Batterie.

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    Durch das Joint Venture mit Shanshan will BASF bis 2022 das erste Unternehmen mit Kapazitäten für Batteriestoffe in allen wichtigen Märkten werden. In Japan und den USA sind die Ludwigshafener bereits über ein Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Toda im Kathoden-Geschäft vertreten.

    In Europa errichtet der Konzern Anlagen im finnischen Harjavalta sowie in Schwarzheide in Brandenburg. An dem ostdeutschen Standort soll im kommenden Jahr mit der Produktion von Batteriestoffen begonnen werden. Rund 400.000 E-Autos jährlich sollen mit den Batteriestoffen aus Schwarzheide bestückt werden.

    Neue Verfahren für die Lithium-Gewinnung

    Direkt neben dem Werk lässt der Chemiekonzern auch eine Pilotanlage für die Wiedergewinnung von Lithium aus aussortierten Batterien von Elektroautos errichten. Dort soll ein neues Verfahren eingesetzt werden, das derzeit noch in der Entwicklung steckt. Das Lithium soll in hochreiner Form und größerer Menge als bisher aus Altbatterien zurückgewonnen werden, zugleich sollen dabei weniger Abfälle entstehen.

    Auch andere deutsche Chemieunternehmen bauen ihre Position im Geschäft mit Batteriechemie aus. Ende März hat die Kölner Lanxess AG eine Kooperation mit Guangzhou Tinci Materials Technology geschlossen, einem weltweit führenden Hersteller von Lithium-Ionen-Batteriematerialien mit Sitz in China.

    Ab dem kommenden Jahr stellt Lanxess Elektrolytformulierungen für Lithium-Ionen-Batterien im Auftrag des chinesischen Unternehmens her. Mit den Elektrolyten aus Leverkusen will Tinci die Batteriezellen-Hersteller in Europa lokal beliefern. Lanxess produziert beispielsweise Phosphor, das in den Elektrolyten der Akkus enthalten ist.

    In den USA will der Kölner Konzern sogar batteriefähiges Lithium für LI-Batterien in Eigenregie und kommerziellem Maßstab gewinnen. Am Standort El Dorado im US-Bundesstaat Arkansas betreibt Lanxess eine Mine, aus deren Sole (Salzlösung) Brom für die Herstellung von Flammschutzmitteln gewonnen wird. Dort haben die Techniker vor einigen Jahren zufällig Lithium entdeckt, das nun aus der Sole extrahiert werden soll. Das Verfahren ist allerdings noch nicht marktreif.

    Mehr: Aus Müll wird neu: BASF, Covestro und Evonik setzen auf chemisches Recycling

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