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Chemiekonzern BASF spürt Flaute in Krisenländern kaum

Trotz der Eurokrise zeigt sich der weltgrößte Chemiekonzern BASF optimistisch für das Europageschäft. Gleichzeitig betonte Vorstandsmitglied Margret Suckale die Wichtigkeit des Standorts in Ludwigshafen für den Konzern.
13.06.2012 - 18:17 Uhr Kommentieren
BASF leidet nicht unter der Eurokrise. Quelle: dpa

BASF leidet nicht unter der Eurokrise.

(Foto: dpa)

Limburgerhof „Ich glaube nicht, dass die Eurozone auseinanderbricht“, sagte Vorstandsmitglied Margret Suckale am Dienstagabend in Limburgerhof bei Ludwigshafen. „Es gibt zwar einige Sorgenkinder im Moment, aber unser Vorteil ist, dass wir breit aufgestellt sind.“ BASF wachse unter anderem in Osteuropa stark. In Südeuropa sei hingegen die Krise zu merken.

„An Griechenland wird die BASF nicht zerbrechen“, sagte Suckale. Auch Spanien sei nicht der einzige und wichtigste Markt für den Konzern. Die dort für den Weltmarkt hergestellten Produkte wie Pflanzenschutzmittel, Katalysatoren und Etikettenklebstoff liefen gut. Anders sieht es mit Produkten für den lokalen Markt aus: „Das Geschäft mit der Bauchemie läuft nicht so gut“, fügte die Managerin hinzu. BASF hatte 2006 das Bauchemiegeschäft von dem Spezialchemiekonzern Degussa (heute Evonik) für mehr als 2,8 Milliarden Euro übernommen. Infolge einer Immobilienblase liegt der spanische Baumarkt seit Jahren am Boden.

Suckale bekannte sich erneut eindeutig zum Stammsitz des Konzerns. Ludwigshafen sei der effizienteste Standort der BASF. Auch zukünftig will das Unternehmen in den Firmensitz investieren und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Anfang 2012 gab BASF unter anderem den Bau einer neuen TDI-Anlage bekannt - Investitionen von rund einer Milliarde Euro. In dieser Anlage sollen ab 2014 Kunststoffe für die Auto- und Möbelindustrie produziert werden.

Ludwigshafen ist für die BASF nicht nur der effizienteste Standort, sondern auch wichtig für die Forschung: „Die Forschung bleibt hier“, betonte Suckale. Am Stammsitz arbeiten mehr als 33.000 Mitarbeiter, das ist mehr als jeder vierte Beschäftigte des Konzerns. Mehr geforscht werden soll laut Suckale aber auch in Asien und in den USA, damit will der Chemiekonzern zunehmend auch Spezialisten aus diesen Regionen anwerben.

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