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Chemiekonzern BASF streicht in Münster bis 2021 bis zu 200 Stellen

Die schwache Autoindustrie setzt dem Chemiekonzern zu. Deshalb sollen am Hauptsitz in den nächsten Jahren mehrere Jobs wegfallen.
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FILE PHOTO: A cyclist rides his bike past the entrance of the BASF plant and former Ciba production site in Schweizerhalle near Basel, Switzerland, July 7, 2009./File Photo Quelle: Reuters
BASF-Schild

FILE PHOTO: A cyclist rides his bike past the entrance of the BASF plant and former Ciba production site in Schweizerhalle near Basel, Switzerland, July 7, 2009./File Photo

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die schwächelnde Automobilindustrie macht BASF zu schaffen. Im Bereich Coatings sollen deshalb am Standort Münster bis Ende 2021 bis zu 200 Stellen abgebaut werden, wie der Chemiekonzern am Donnerstag mitteilte. Erreicht werden soll das über natürliche Fluktuation und ein freiwilliges Abfindungsprogramm.

Der Schritt sei Teil eines weltweiten Programms zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Bereichs Coatings, der unter anderem Fahrzeug- und Autoreparaturlacke sowie Bautenanstrichmittel herstellt. In Münster liegt der weltweite Hauptsitz des Unternehmensbereichs. Insgesamt sind dort 2400 der weltweit 11.000 Coatings-Mitarbeiter beschäftigt. 2018 setzte BASF in dem Bereich rund 3,86 Milliarden Euro um, das sind gut sechs Prozent des Gesamtumsatzes.

Die Automobilindustrie ist mit einem Umsatzanteil von knapp 20 Prozent die größte Kundengruppe von BASF. Eigentlich war das Unternehmen für dieses Jahr von einer leichten Erholung der Autoindustrie ausgegangen, nachdem Ende vergangenen Jahres auch eine deutlich nachlassende Nachfrage von chinesischen Kunden aus der Autoindustrie für Bremsspuren bei BASF gesorgt hatte.

Denn auch im ersten Quartal hatte sich die Nachfrage aus der Autoindustrie abgeschwächt. Bei seiner Prognose für das laufende Jahr setzt BASF aber unter anderem auf eine Erholung bei dieser wichtigen Kundengruppe.

Für 2019 rechnet BASF bislang mit einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) soll um ein bis zehn Prozent zulegen, wobei das untere Ende der Spanne als realistischer eingeschätzt wird. „Wir nehmen derzeit keine Anpassungen unserer Annahmen vor und beobachten die aktuelle Entwicklung und deren Auswirkungen auf BASF“, erklärte ein Sprecher. BASF-Aktien waren dennoch einer der größten Verlierer im Dax mit einem Minus von rund 0,8 Prozent.

Mehr: BASF bekommt die abflauende Autokonjunktur zu spüren. Zum Jahresbeginn muss der Konzern einen Gewinneinbruch hinnehmen – bleibt aber zuversichtlich.

  • rtr
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