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Chemiekonzern BASF verkauft Pigmentgeschäft für mehr als eine Milliarde Euro

Die Sparte der Ludwigshafener geht an das japanische Chemieunternehmen DIC. Nötig ist noch grünes Licht vom Kartellamt.
Update: 29.08.2019 - 12:38 Uhr Kommentieren
Im Pigmentgeschäft setzte der Konzern im vergangenen Jahr mit etwa 2600 Mitarbeitern rund eine Milliarde Euro um. Quelle: AFP
BASF-Fahnen

Im Pigmentgeschäft setzte der Konzern im vergangenen Jahr mit etwa 2600 Mitarbeitern rund eine Milliarde Euro um.

(Foto: AFP)

Frankfurt BASF verkauft sein Pigmentgeschäft an ein Feinchemieunternehmen aus Japan. Die in Tokio ansässige DIC werde den Bereich für 1,15 Milliarden Euro kaufen, teilte der Ludwigshafener Chemiekonzern am Donnerstag mit.

Mit dem Abschluss des Deals rechnet BASF im vierten Quartal 2020. Nötig ist noch grünes Licht von den Wettbewerbshütern. „Wir haben unser Ziel erreicht, einen Eigentümer zu finden, für den Pigmente ein strategisches Kerngeschäft sind“, erklärte BASF-Vorstand Markus Kamieth. BASF hatte Anfang dieses Jahres angekündigt, sich von dem Bereich trennen zu wollen. Spekulationen über einen Verkauf gab es schon seit längerem.

2018 setzte der Konzern im Pigmentgeschäft mit etwa 2600 Mitarbeitern rund eine Milliarde Euro um. DIC beschäftigt weltweit 20.000 Mitarbeiter und kam auf einen Umsatz von 800 Milliarden Yen (umgerechnet rund 6,8 Milliarden Euro).

Das japanische Unternehmen zahlt nach eigenen Angaben 985 Millionen Euro an BASF, der Rest entfällt auf die Nettoverschuldung des Geschäfts. Seine Position als einer der weltweit führenden Pigmenthersteller will DIC mit dem Zukauf weiter ausbauen.

BASF hatte aber nicht nur die Pigmente ins Schaufenster gestellt. Auch sein Geschäft mit Bauchemikalien mit rund 7000 Mitarbeitern will das Unternehmen verkaufen. Vorstandschef Martin Brudermüller strebt bis Jahresende eine Vereinbarung an.

Zu den Interessenten sollen nach früheren Angaben der Schweizer Zementriese Lafarge-Holcim, ein Konsortium des Baustoffkonzerns Standard Industries und des Finanzinvestors Blackstone sowie die Finanzinvestoren Bain, Cinven, Advent und KKR gehören. Insidern zufolge dürfte BASF mit dem Verkauf des Bauchemiegeschäfts, das unter anderem Betonzusatzmittel, Mörtel und Abdichtungen anbietet, rund drei Milliarden Euro einnehmen.

Mehr: Eine Auswertung des Handelsblatts zeigt, wie stark die Gewinne der Dax-Industrieunternehmen eingebrochen sind. Dabei gingen nur bei einem Konzern die Umsätze zurück.

  • rtr
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