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Chemiekonzern Bayer erwartet deutlichen Anstieg der Glyphosat-Klagen

Der Leverkusener Dax-Konzern bereitet sich auf eine neue Klagewelle im Glyphosatstreit vor. Im Juli hatte Bayer die Zahl der Kläger mit 18.400 angegeben.
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Der Leverkusener Dax-Konzern bereitet sich auf eine neue Klagewelle im Glyphosatstreit vor. Quelle: dpa
Roundup von Monsanto

Der Leverkusener Dax-Konzern bereitet sich auf eine neue Klagewelle im Glyphosatstreit vor.

(Foto: dpa)

Frankfurt Bayer rechnet mit deutlich mehr Klagen rund um das Glyphosat-haltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup. Weil die Beschwerdeführer in diesem Jahr die Werbung ausgeweitet hätten, sei im dritten Quartal ein deutlicher Anstieg der eingereichten Klagen zu erwarten, teilte Bayer am Mittwoch mit. Die Zahl der Kläger gebe aber keinen Hinweis darauf, ob die Fälle auch begründet seien, betonte der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern.

Bayer-Vorstand Liam Condon hatte bereits in einem Zeitungsinterview steigende Klägerzahlen in Aussicht gestellt. Bayer versucht, den Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat langfristig beizulegen.

Das Problem mit dem angeblich krebserregenden Unkrautvernichter hat sich Bayer mit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Saatgutriesen und Glyphosat-Produzenten Monsanto im vergangenen Jahr eingekauft.

Im Juli hatte Bayer die Zahl der Kläger mit 18.400 angegeben. Neue Zahlen werden mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am 30. Oktober erwartet. Zuletzt hatten Analysten von JP Morgan geschätzt, die Zahl könnte einer Auswertung von Gerichtsdaten zufolge auf mehr als 45.000 ansteigen.

Mehr: Der nächste US-Prozess um die Gesundheitsgefahren des Unkrautvernichters wird vertagt. Die Zeichen zwischen Bayer und den Klägern stehen auf Einigung.

  • rtr
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