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Chemiekonzern Bayer zieht Antrag auf Zustimmung zu US-Glyphosat-Vergleich zurück

Der Konzern wird einen neuen Vorschlag ausarbeiten, um sich vor zukünftigen Roundup-Klagen zu schützen. Grund ist die Kritik eines Bundesrichters.
08.07.2020 Update: 08.07.2020 - 17:36 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen zieht den Antrag auf Genehmigung eines Teils seines milliardenschweren Glyphosat-Vergleichspakets zurück. Quelle: AFP
Bayer

Das Unternehmen zieht den Antrag auf Genehmigung eines Teils seines milliardenschweren Glyphosat-Vergleichspakets zurück.

(Foto: AFP)

New York Der deutsche Pharma- und Saatgutkonzern Bayer hat – nur zwei Wochen nach der Einigung auf einen milliardenschweren Vergleich – eine wichtige Änderung beschlossen. Das Unternehmen zieht den Antrag auf Genehmigung eines Teils seines milliardenschweren Glyphosat-Vergleichspakets zurück. Das könnte möglicherweise dazu führen, dass nun doch kein Expertengremium eingesetzt wird, um ein für alle Mal den Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs für zukünftige Klagen zu klären.

Damit würde für Bayer der innovativste Teil seiner rund zwölf Milliarden schweren Einigung für die rund 125.000 Klagen wegen des Unkrautmittels Roundup wegfallen. Die sah für die bereits laufenden Klagen zwischen 8,8 Milliarden Dollar und 9,6 Milliarden Dollar vor – und einen Topf von 1,25 Milliarden Dollar für zukünftige Klagen.

Um diese 1,25 Milliarden Dollar geht es nun. Sie sollten nur ausgezahlt werden, wenn ein Expertengremium den Zusammenhang zwischen Glyphosat und Non-Hodgkins-Lymphoma nachweist. Bayer hatte mit dieser Lösung juristisches Neuland betreten, weil es die Entscheidung von der Jury auf Experten überträgt. Die Experten sollten von Unternehmens- und Klägerseite ernannt werden, und das Gericht hätte dem zustimmen müssen. 

Grund für die Kehrtwende von Bayer waren die Zweifel des zuständigen Bundesrichters Vince Chhabria. Dieser muss den gesamten Vergleich absegnen und sollte auch die Mitglieder des Experten-Gremiums ernennen. Er teilte mit, dass das Gericht skeptisch hinsichtlich der Angemessenheit und Fairness dieses Vorschlags sei – und vorläufig geneigt sei, den Antrag abzulehnen.

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