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Chemiekonzern Milliardendeal steht: Finanzinvestor Advent übernimmt Evonik-Sparte für Plexiglas

Das MDax-Unternehmen kommt bei seinem Konzernumbau einen Schritt weiter: Der Verkauf des Methacrylat-Geschäfts steht – und bringt mehr als erwartet.
Update: 04.03.2019 - 20:11 Uhr Kommentieren
Finanzinvestor Advent übernimmt Evoniks Methacrylat-Geschäft. Quelle: dpa
Spezialchemiekonzern Evonik

Finanzinvestor Advent übernimmt Evoniks Methacrylat-Geschäft.

(Foto: dpa)

MünchenDer Spezialchemiekonzern Evonik verkauft sein Plexiglas-Geschäft für drei Milliarden Euro an den Finanzinvestor Advent. Evonik sei sich mit Advent über die Eckpunkte einer Übernahme des sogenannten Methacrylat-Verbunds einig, teilte der MDax-Konzern am Montagabend mit.

Nun müsse nur noch der Aufsichtsrat zustimmen. Der Kaufpreis liegt deutlich über den Erwartungen: Reuters hatte in der vergangenen Woche berichtet, Evonik könne für die zum Verkauf stehenden Sparten mit einer Bewertung von 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro inklusive Schulden rechnen. Am Dienstag stellt Evonik die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr vor.

Advent setzte sich im Ringen um das Methacrylat-Geschäft von Evonik gegen drei Interessenten durch: die Finanzinvestoren SK Capital sowie Triton und Rhone, die ein Konsortium gebildet hätten, und den Chemiekonzern Ineos.

Evonik hatte das Geschäft, das die Sparten Methacrylates, Acrylic Products, CyPlus sowie Teile der Methacrylat-Harze umfasst, vor einem Jahr zum Verkauf gestellt. Der Essener Konzern produziert in den Bereichen unter anderem Stoffe für die Bau-, Elektronik- und Autoindustrie.

Das Methacrylat-Geschäft profitierte bereits 2017 von einer starken Nachfrage, auch aus der Auto- und Lackeindustrie. Ein Trend, der sich zumindest in Teilen auch 2018 fortgesetzt und zu einem außergewöhnlich starken Jahr geführt haben dürfte.

Branchenexperten rechnen nach einem Umsatz von ungefähr 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2017 mit einer deutlichen Steigerung. Zudem erwarten Analysten für den Bereich 2018 im Durchschnitt einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 400 Millionen Euro.

Der Verkauf ist Teil des von Evonik-Chef Christian Kullmann verordneten Konzernumbaus, in dessen Zuge sich die Essener stärker auf die profitablere und weniger konjunkturanfällige Spezialchemie ausrichten wollen.

Das kostet Geld. So hatte Evonik erst im November seine Einkaufstour in der Spezialchemie mit der angekündigten Übernahme des US-Unternehmens Peroxychem, eines Herstellers von Wasserstoffperoxid, für 625 Millionen US-Dollar (548 Mio. Euro) fortgesetzt.

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  • rtr
  • dpa
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