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Chemiekonzern Schwaches Kunststoffgeschäft belastet BASF

Der Dax-Konzern verzeichnet Umsatzverluste. Die Gründe: unter anderem die schwache Industriekonjunktur und der Preisdruck im Kunststoff- und Basischemiegeschäft.
24.10.2019 Update: 24.10.2019 - 12:55 Uhr Kommentieren
Schwaches Kunststoffgeschäft bremst BASF. Quelle: Reuters
BASF

Schwaches Kunststoffgeschäft bremst BASF.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Im dritten Quartal sank der Umsatz des Chemiekonzerns um zwei Prozent auf 15,2 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen um 24 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Auch das Nettoergebnis lag mit 911 Millionen Euro um knapp ein Viertel unter dem Vorjahreswert.

Die Erwartungen der Analysten, die sogar von rund 29 Prozent Ergebnisrückgang ausgegangen waren, hat der Chemiekonzern damit allerdings noch übertroffen. Firmenchef Martin Brudermüller stuft 2019 weiterhin als „Übergangsjahr“ für den Chemieriesen ein und bestätigte die bisherige Prognose, die für das Gesamtjahr einen operativen Gewinnrückgang um bis zu 30 Prozent vorsieht.

Vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit belasteten das Geschäft. „Diese Ereignisse bremsen die Wirtschaft – nicht nur in den exportorientierten Ländern Europas. Auch die USA erfahren eine deutliche Verlangsamung“, wird Brudermüller in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert.

China wachse weiter, aber mit geringerem Tempo. Die Produktion in der globalen Autoindustrie sei gegenüber dem bereits niedrigen Niveau am Ende des ersten Halbjahres nochmals gesunken. Die schwachen Rahmenbedingungen treffen die BASF vor allem im Kunststoff und Grundchemiegeschäft. So verbuchte die Sparte Materials einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns um 45 Prozent.

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    Verantwortlich dafür waren unter anderem weitere starke Preis- und Margenrückgänge im Geschäft mit Polyurethanen, einem Segment, das in den Vorjahren noch geboomt hatte. Das Geschäft mit technischen Kunststoffen litt vor allem unter der schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie. Hinzu kam der Effekt, dass man im Bereich Materials im Vorjahr noch Erträge aus einem Versicherungsfall verbucht hatte.

    Nettoergebnis verdoppelt sich

    Im Segment Chemicals sorgten vor allem rückläufige Margen bei einer Reihe von Basisprodukten sowie Wartungsarbeiten an Großanlagen für rund 20 Prozent Gewinnrückgang. Dem gegenüber standen zum Teil deutlich höhere operative Erträge im Geschäft mit höher veredelten Chemieprodukten wie Lacke, Farben, Katalysatoren, Vorprodukten für die Ernährungs- und Pflegeindustrie sowie Agrochemikalien gegenüber. Hier schlugen sich offenbar unter anderem bereits die 2018 eingeleiteten Strukturmaßnahmen nieder. Im Agrochemie-Geschäft profitierte die BASF von einem kräftigen Umsatzanstieg in Südamerika.

    Grafik

    Für die gesamten ersten neun Monate verbuchte der Chemieriese bei nahezu stabilem Umsatz von 46,6 Milliarden Euro einen Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns um 32 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (Ebitda) lag mit 6,7 Milliarden Euro um 16 Prozent unter Vorjahresniveau.

    Das Nettoergebnis dagegen verdoppelte sich auf 8,8 Milliarden Euro, weil man im zweiten Quartal einen Buchgewinn aus einer Neubewertung des Mehrheitsanteils an der neu formierten Öl-und-Gas-Gesellschaft Wintershall-Dea verbuchte. Das 2018 eingeleitete Sparprogramm steuerte nach BASF-Angaben zum bereinigten Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) bisher rund 500 Millionen Euro bei. Dem standen allerdings ähnlich hohe Restrukturierungskosten gegenüber.

    Für 2020 erwarte man einen Ebitda-Beitrag in der Größenordnung von einer bis 1,3 Milliarden Euro, dem Einmalkosten von dann nur noch 200 bis 300 Millionen Euro gegenüber stehen. Man sei auf gutem Wege, das Ziel von zwei Milliarden Euro Ebitda-Beitrag bis Ende 2021 zu erreichen, erklärte Finanzchef Hans-Ulrich Engel. Weltweit habe man im Zuge des Programms bis Ende September rund 1800 Stellen abgebaut.

    Mehr: BASF hat mit anderen Firmen eine Absichtserklärung für eine Machbarkeitsstudie unterschrieben. Milliarden Euro könnten in ein Werk in Indien fließen.

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