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Chemiekonzern Zahl der Glyphosat-Klagen steigt – Bayer in der Blitzanalyse

Der Leverkusener Pharmariese verkraftet die Schlappe im Glyphosat-Prozess bislang gut. Doch der Konflikt ist längst nicht ausgestanden.
Update: 13.11.2018 - 08:48 Uhr Kommentieren
Bayer: Währungseffekte belasten Chemiekonzern im dritten Quartal Quelle: dpa
Bayer

Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) lag mit 2,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Pharma- und Chemiekonzern hat am Dienstagmorgen Ergebnisse des dritten Quartals vorgelegt. Die Zahlen im Überblick:

  • Der Umsatz steigt im dritten Quartal um 1,9 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro und damit leicht unter den Analystenerwartungen. Beim bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) übertrifft Bayer mit 2,2 Milliarden Euro die Prognosen.
  • Die Agrarsparte inklusive Monsanto legte etwas weniger stark zu als erwartet, die Pharmasparte hingegen überraschte positiv. Der Konzern bekräftigt seinen Jahresausblick.
  • Die Zahl der Klagen wegen Glyphosat steigt auf 9300.


Was positiv auffällt

Starke Pharmasparte: Bayer spricht von einer guten Geschäftsentwicklung in einem schwierigen Umfeld. Zwar stagnierte der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) im dritten Quartal bei 2,2 Milliarden Euro, aber dieses zentrale Ergebnis des Konzerns lag über den Erwartungen der Analysten. Vor allem die Pharmasparte mit den rezeptpflichtigen Arzneien entwickelte sich mit einem Umsatz von 4,2 Milliarden Euro und einem Ebitda von 1,55 Milliarden Euro besser als erwartet. Bayers Bestseller, das Blutgerinnungsmittel Xarelto, legte besonders stark zu. Der Konzern erwirtschaftet weiterhin starke Zuflüsse: Der operative Cashflow stieg um 7,8 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro.


Was negativ auffällt

Probleme mit Wechselkursen: Wechselkursbereinigt stieg der Umsatz um 1,9 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte belasteten Bayer im dritten Quartal 2018 besonders stark. Das zeigt sich in allen Geschäftsbereichen. Die Agrardivision Crop Science legte kräftig zu, denn erstmals ist Monsanto mit vollen drei Monaten im Ergebnis enthalten. Der Umsatz von 3,7 Milliarden Euro und das bereinigte Ebitda von 386 Millionen Euro liegen leicht unter den Prognosen. In dem seit mehreren Quartalen angeschlagenen Geschäft mit rezeptfreien Mitteln (Consumer Health) wuchs Bayer erstmals wieder, doch der Gewinn fällt weiter.


Wie es weitergeht

Problemfall Glyphosat: Bayer bekräftigt die Prognose fürs Gesamtjahr, wonach ein Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro und ein Anstieg des Ebitda vor Sondereinflüssen im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet wird. Allerdings schränkte der Konzern ein, dass die Prognose für Consumer Health inzwischen zunehmend ambitioniert seien. Die Zahl der anhängigen Klagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat ist bis Ende Oktober auf 9300 gestiegen. „Wir sind unverändert davon überzeugt, gute Argumente zu haben, und wir beabsichtigen, uns in all diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen“, sagte Bayer-Chef Werner Baumann.

Zuletzt hatte Bayer eine Schlappe im Glyphosat-Prozess erlitten. Ein US-Gericht hatte überraschend das Urteil gegen den Herbizid-Hersteller bestätigt, wonach Monsanto-Mittel wie Roundup verantwortlich für den Krebs des Klägers seien, die Strafsumme aber deutlich reduziert.

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