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Der Kölner Konzern profitierte von höheren Verkaufsmengen und von gestiegenen Preisen.

(Foto: dpa)

Chemiekonzern Zukäufe zahlen sich für Lanxess aus – die Bilanz in der Blitzanalyse

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KölnDer Chemiekonzern Lanxess hat am Donnerstag seine Ergebnisse für 2017 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz stieg um 25,5 Prozent auf 9,66 Milliarden Euro.
  • Beim bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda vor Sondereinflüssen) legte Lanxess um 30 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro zu.
  • Dividende je Aktie steigt um zehn Cent auf 0,80 Euro.

Das fällt positiv auf

Voll im Soll: Lanxess hat mit dem Jahresergebnis die Prognosen der Analysten voll erfüllt, beim Umsatz sogar etwas besser abgeschnitten als erwartet. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda vor Sondereinflüssen) erreichte mit 1,29 Milliarden Euro den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Der Kölner Konzern profitierte von höheren Verkaufsmengen und von gestiegenen Preisen.

Größter Ergebnistreiber aber waren die Zukäufe, allen voran der amerikanische Flammschutzspezialist Chemtura, den Lanxess 2017 übernahm. Das zeigte sich vor allem im Spezial-Additiv-Geschäft, dessen Umsatz um 90 Prozent und der bereinigte Betriebsgewinn um 77 Prozent stieg.

Aber auch die anderen vier Segmente legten zu. Die Aktionäre dürfen sich über eine höhere Ausschüttung freuen: Lanxess erhöht auch für 2017 die Dividende um zehn Cent, sie liegt nun bei 0,80 Euro.

Das fällt negativ auf

Sondereffekte: Lanxess musste zahlreiche Sondereffekte in Summe über 261 Millionen Euro verbuchen, die zu einem gesunkenen operativen Ergebnis und Nettogewinn führten. Dazu zählen die Kosten für die Chemtura-Integration sowie die Schließung zweier Standorte. Weil auch der Steueraufwand in Folge des US-Steuerreform höher war, sank der Nettogewinn um mehr als die Hälfte auf 87 Millionen Euro.

Der Konzern unterstreicht, dass alle Sondereffekte mit der strategischen Neuausrichtung zusammenhängen. Aber der Blick auf die Gewinnspannen zeigt, dass Lanxess noch Arbeit vor sich hat. Zwar stieg die konzernweite Ebitda-Marge (vor Sondereinflüssen) auf 13,3 Prozent. In drei von fünf Segmenten lag diese Kennzahl 2017 aber unter Vorjahr.

Was jetzt passiert

Prognose: Lanxess bleibt wie immer zu Jahresbeginn vorsichtig, obwohl der Konzern von einem guten Jahresstart spricht. Für 2018 wird eine leichte Steigerung des bereinigten Betriebsgewinns erwartet.

In dieser Prognose ist das Kautschuk-Geschäft schon nicht mehr enthalten. Diese größte Sparte namens Arlanxeo wird ab dem zweiten Quartal nur noch als nicht-fortzuführendes Geschäft geführt. Lanxess betreibt Arlanxeo in einem Joint Venture mit dem saudischen Ölförderer Saudi-Aramco und wird sich mittelfristig wohl ganz davon trennen.

Eine konkretere Prognose will der Konzern am 4. Mai geben. Offen ist, ob sich Lanxess am heutigen Donnerstag zu möglichen weiteren Zukäufen äußern wird. Die Kölner bieten Unternehmenskreisen zufolge mit dem Finanzinvestor Apollo für die Spezialchemiesparte des niederländischen Farbenherstellers Akzo Nobel. Ihr Wert wird auf zehn Milliarden Euro geschätzt.

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