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Chemikalienhändler Brenntag trotzt Ölpreisschwäche

Kurs auf einen gesteigerten Betriebsgewinn: Brenntag ist auf dem besten Weg, seine Stellung als weltgrößter Chemikalien-Händler zu behaupten. Weitere Übernahme sind in Planung.
06.08.2015 Update: 06.08.2015 - 13:37 Uhr Kommentieren
Das Logo des weltgrößten Chemiehändlers am Gebäude des Firmensitzes in Mülheim an der Ruhr: Der Chemiekonzern peilt ein Rekordjahr an. Quelle: dpa
Brenntag

Das Logo des weltgrößten Chemiehändlers am Gebäude des Firmensitzes in Mülheim an der Ruhr: Der Chemiekonzern peilt ein Rekordjahr an.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der weltgrößte Chemikalien-Händler Brenntag setzt auf seiner Einkaufstour zum Jahresendspurt an. Mehrere Übernahmen seien in Vorbereitung, ein Abschluss noch 2015 zu erwarten, sagte Konzernchef Steven Holland am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Insgesamt sei dafür 2015 ein Budget von 200 bis 250 Millionen Euro eingeplant. „Am Ende des Jahres werden wir nicht allzu weit davon entfernt sein, wahrscheinlich aber auch nicht über diesem Niveau.“

Die resultierenden Gewinnzuwächse dürften aber im Wesentlichen erst im kommenden Jahr spürbar werden. „2015 basiert vor allem auf organischem Wachstum.“ Brenntag peilt 2015 einen operativen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 830 bis 855 Millionen Euro an.

Das Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr hat in den vergangenen Jahren auf dem stark segmentierten Weltmarkt eine ganze Reihe von Firmen übernommen. Dieses Jahr kamen bereits Chemikalienhändler in Spanien und Südafrika dazu, die Kaufpreise wurden nicht bekannt.

2014 erzielte Brenntag ein Ebitda von 727 Millionen Euro. Für die Steigerung von mindestens 15 Prozent sieht sich der Konzern auf Kurs: „Das Geschäft hat sich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte ganz unseren Erwartungen entsprechend entwickelt“, sagte Finanzchef Georg Müller.

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    Voraussetzung für die anvisierte Ebitda-Steigerung ist demnach ein konstantes Währungsumfeld. Die Euro-Schwäche brachte dem Unternehmen bereits im zweiten Quartal vor allem in Nordamerika Vorteile. Doch auch eine breite Aufstellung ermögliche es Brenntag, die Schwäche auf dem nordamerikanischen Öl- und Gasmarkt abzufedern, betonte Konzernchef Holland. Brenntag handelt in 72 Ländern mit mehr als 10.000 Chemikalien. Als Bindeglied zwischen der Chemie-Industrie und weiterverarbeitenden Branchen wie der Kosmetik- und Nahrungsmittelproduktion bietet Brenntag zudem Dienstleistungen rund um den Vertrieb an.

    Im zweiten Quartal steigerte Brenntag den operativen Gewinn um gut ein Fünftel auf 215,4 Millionen Euro, wobei ohne Wechselkursvorteile nur ein Plus von 6,7 Prozent zu Buche schlug. Der Umsatz wuchs um 7,6 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Um Währungsschwankungen bereinigt entspricht dies jedoch einem Minus von 2,8 Prozent. Das Nachsteuerergebnis schnellte um fast ein Drittel auf 108,1 Millionen Euro in die Höhe. Brenntag-Aktien zogen 3,7 Prozent an und waren einer der größten Gewinner im Nebenwerteindex MDax.

    • rtr
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