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China Coronavirus: Automesse in Peking wird auf unbestimmte Zeit verschoben

Immer mehr internationale Großveranstaltungen werden aufgrund der Coronavirus-Epidemie verschoben oder abgesagt. Der Branchentreff in China ist das jüngste Opfer.
17.02.2020 - 11:43 Uhr Kommentieren
Die Verschiebung der Messe ist ein weiterer Rückschlag für die bereits angeschlagene Autoindustrie, die seit mehr als einem Jahr einen kontinuierlichen Absatzrückgang verzeichnet. Quelle: AFP
Automesse Peking 2018

Die Verschiebung der Messe ist ein weiterer Rückschlag für die bereits angeschlagene Autoindustrie, die seit mehr als einem Jahr einen kontinuierlichen Absatzrückgang verzeichnet.

(Foto: AFP)

Peking, München Chinas jährliche Automobilausstellung, die dieses Jahr in Peking stattfinden sollte, wird wegen des Ausbruchs des neuen Coronavirus verschoben. Der neue Termin für die Beijing International Automotive Exhibition, die ursprünglich für den 21. bis 30. April geplant war, werde zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, teilten die Veranstalter in einer Erklärung am Montag mit.

Damit ist die Automesse das jüngste Opfer unter den internationalen Großveranstaltungen, die wegen des Coronavirus-Ausbruchs abgesagt oder verschoben werden müssen. Der in Barcelona stattfindende Mobile World Congress, der eigentlich am 24. Februar anfangen und rund 100.000 Besucher aus 200 Ländern anziehen sollte, wurde bereits vergangene Woche gestrichen. Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Vodafone und British Telecom hatten zuvor ihre Teilnahme am der weltgrößten Mobilfunkmesse abgesagt.

Die Verschiebung der Messe ist eine weitere Niederlage für die bereits angeschlagene chinesische Autoindustrie, die seit mehr als einem Jahr einen kontinuierlichen Absatzrückgang verzeichnet. Doch selbst 2019, als der Gesamtmarkt in China um mehr als acht Prozent schrumpfte, wurden noch knapp 25,8 Millionen neue Fahrzeuge verkauft.

Die im April stattfindende Automesse, deren Veranstaltungsort zwischen Peking und Schanghai wechselt, ist von großer Bedeutung für den chinesischen Automarkt. Die 1200 Aussteller zogen zuletzt rund 800.000 Besucher an.

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    Ein Sprecher der Volkswagen-Gruppe sagte am Montag, dass man auf jeden Fall noch an der Automesse teilnehme wolle und derzeit mit den Organisatoren „zur Bewertung der Lage“ in Kontakt stehe. Da weder Stände noch Produkte schon nach China gebracht worden seien, gebe es auch nichts Konkretes, dass abgesagt statt nur umgebucht werden müsse, hieß es.

    Daimler wiederum schrieb, dass man angesichts der aktuellen Lage „für die Entscheidung des Veranstalters vollstes Verständnis“ habe. Schließlich seien „die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden, Partner und Mitarbeiter“ von größter Wichtigkeit.

    Volkskongress könnte verschoben werden

    Die Gerüchte einer möglichen Verschiebung der Automesse waren lauter geworden, nachdem vergangene Woche der für Mitte April Formel-1-Grand-Prix in China von den Veranstaltern absagt wurde. Auch hier ist noch unklar, wann das Event nun stattdessen stattfinden soll.

    Volkswagen verschob unterdessen den Produktionsstart seines chinesischen Gemeinschaftsunternehmens mit dem Partner SAIC auf den 24. Februar. Eigentlich sollte der Betrieb am Montag anlaufen.

    Vor dem Hintergrund des Coronavirus-Ausbruchs erwägt China nun auch, den diesjährigen Volkskongress zu verschieben, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Führungskreis des Ständigen Ausschusses sei der Ansicht, dass ein Aufschub auf einen „angemessenen Zeitpunkt“ notwendig sei.

    Eine endgültige Entscheidung werde aber erst in der kommenden Woche am 24. Februar getroffen. Das wichtigste politische Treffen des Jahres in China soll dieses Jahr eigentlich am 5. März beginnen.

    In ganz China sind Städte seit Ende Januar abgeriegelt, während im ganzen Land Reiseverbote und Quarantäneanordnungen erlassen wurden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Hauptstadt Peking kündigte am Freitag eine 14-tägige Selbstquarantäne für alle an, die in die Stadt zurückkehren. Wer sich weigert, wird bestraft.

    Die Provinzregierung von Jiangxi hob jedoch die Quarantänebestimmungen für Mitarbeiter auf, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, mit Ausnahme derer, die aus Hubei – dem Epizentrum des Virusausbruchs – oder anderen schwer betroffenen Gebieten kommen.

    Mehr: Weltweit werden Veranstaltungen aus Angst vor der Lungenkrankheit abgesagt. Facebook und Swatch streichen ihre Hausmessen. Auch in Berlin fällt ein erstes Event aus.

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