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Chinesischer Autoriese BAIC könnte bei Daimler einsteigen

Chinas BAIC will laut Medienberichten Anteile an Daimler erwerben. Damit wollen die Chinesen ihre Beteiligung an Beijing Benz Automotive festigen.
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Die Schwaben könnten künftig einen weiteren großen Anteilseigner aus China haben. Quelle: dpa
Daimler in China

Die Schwaben könnten künftig einen weiteren großen Anteilseigner aus China haben.

(Foto: dpa)

Peking Die chinesische BAIC-Gruppe will eine Beteiligung von bis zu fünf Prozent an Daimler erwerben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei anonyme Quellen. Ziel sei es, ihre Beteiligung an dem gemeinsamen Joint Venture Beijing Benz Automotive zu zementieren.

BAIC, dessen vollständiger Name Beijing Automotive Industry Holding Corporation lautet, hätten Daimler Anfang des Jahres über ihre Absichten informiert, vier bis fünf Prozent Anteile kaufen zu wollen und die lokalen Behörden in Peking angefragt, sie dabei zu unterstützen. Nach Aussagen einer Reuters-Quelle soll BAIC sogar bereits damit begonnen haben, Daimler-Aktien auf dem freien Markt zu erwerben.

In den deutschen Zulassungsanträgen wird BAIC derzeit noch nicht als bedeutender Aktionär von Daimler ausgewiesen. Nach deutschen Übernahmeregeln ist eine aufsichtsrechtliche Offenlegung für einen Käufer erst bei drei oder mehr Prozent nötig. Es ist bisher unklar, ob BAIC die drei Milliarden Euro für den Kauf aufbringen kann, die ein fünfprozentiger Daimler-Anteil bei den aktuellen Bewertungen kosten würde, so Reuters.

Erst Anfang 2018 hat Geely-Chef Li Shufu mit Hilfe von Derivaten, strukturierten Aktienoptionen und Briefkasten-Unternehmen in Hong Kong über Nacht einen Daimler-Anteil von 9,69 Prozent erworben und wurde damit auf einen Schlag zum größten Einzelaktionär bei den Stuttgartern

Im März einigten sich Geely und Daimler, gemeinsam die nächste Generation der Marke Smart bauen zu wollen. Zuvor hatten die Deutschen BAIC versichert, dass neue Allianzen mit chinesischen Partnern nur dann zustande kommen werden, wenn man einen Konsens mit dem Partner BAIC erzielt habe.

Im vergangenen Dezember berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider, dass Daimler mit BAIC in Gesprächen für eine Aufstockung ihrer Joint Venture Anteile von 49 auf 65 Prozent seien. Im März wiederum schrieb Reuters, dass Daimler bereits die Investmentbank Goldman Sachs wegen einer möglichen Anteilserhöhung bei BAIC angefragt hätte.

BAIC hat bisher auf Reuters-Anfragen, die außerhalb der regulären Geschäftszeiten gestellt wurden, nicht geantwortet. Daimler lehnte eine Stellungnahme ab.

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