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Chip- und Sensor-Hersteller AMS legt nach – und erhöht Angebot für Osram auf 4,5 Milliarden Euro

Die Österreicher bieten nun 41 Euro pro Aktie des Lichtkonzerns. Die Annahmefrist der Osram-Aktionäre endet in wenigen Tagen.
Update: 27.09.2019 - 13:07 Uhr Kommentieren
AMS erhöht Angebot für Osram auf 4,5 Milliarden Euro Quelle: dpa
Osram-Logo

Für den Lichtkonzern gibt es mehrere Bieter.

(Foto: dpa)

München Der österreichische Chip- und Sensor-Hersteller AMS legt im Kampf um den Münchner Lichtkonzern Osram nach. AMS erhöhte am Freitag sein Übernahmeangebot um 2,50 Euro auf 41 Euro je Osram-Aktie, insgesamt also 4,5 Milliarden Euro. Bei den Anlegern kam die Nachricht gut an: Die Aktie notierte am Freitagmittag 3,1 Prozent im Plus bei 39,91 Euro.

Das Unternehmen aus Premstätten bei Graz reagiert damit auf die Ankündigung der Finanzinvestoren Bain Capital und Advent, in den nächsten Wochen ein neues Angebot für Osram vorzulegen. Dieses sollte einen „bedeutenden Aufschlag“ auf die bisher von AMS offerierten 38,50 Euro vorsehen.

AMS hat als zusätzlichen Finanzier für das als „endgültig“ bezeichnete Angebot die Bank of America Merrill Lynch gewonnen, die zusammen mit der UBS und HSBC die Kredite für die Übernahme bereitstellen will. Zur Refinanzierung planen die Österreicher eine Kapitalerhöhung um 1,6 Milliarden Euro, 100 Millionen Euro mehr als bisher vorgesehen.

Die Annahmefrist für die Osram-Aktionäre ende wie geplant am kommenden Dienstag (1. Oktober), erklärte AMS. Das widerspricht allerdings dem deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG), das bei einer Änderung des Angebots eine Verlängerung der Frist um zwei Wochen verlangt.

In Industriekreisen geht man davon aus, dass die Chancen von AMS mit dem neuen Angebot deutlich gestiegen sind. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Bain und Advent noch einmal kontern können“, sagt ein Insider. Bain und sein erster Partner Carlyle hätten bereits Probleme gehabt, das Gebot von 35 Euro zu finanzieren.

Sie mussten ungewöhnlich viel Eigenkapital mitbringen. Bei einem Gebot von deutlich über 40 Euro werde es für Bain und Advent noch schwieriger, die Renditeerwartungen ihrer Investoren zu befriedigen.

Die spannende Frage ist laut Industriekreisen aber, ob es AMS wirklich gelingen wird, 62,5 Prozent der Anteile einzusammeln. Viele Kleinanleger würden vermutlich verwirrt durch die vielen Mitteilungen der Depotbanken. Zudem müsse man sehen, ob alle ausländischen Investoren rechtzeitig reagieren könnten.

Für die neue Firma wird die Aufstockung des Angebots, wenn die Übernahme gelingt, eine Hypothek sein. „Irgendjemand wird das am Ende bezahlen müssen“, heißt es in Industriekreisen. Der Schuldendienst werde den Cashflow des Konzerns anfangs mutmaßlich übersteigen.“

Mit Agenturmaterial

Mehr: Der kaufwillige Grazer Sensorik-Konzern AMS stößt beim Münchner Lichtkonzern auf Widerstand. Ein Kundenbrief sorgt dort für Irritationen.

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